UNHCR-Bericht: Erstmals seit einem Jahrzehnt weniger Flüchtlinge

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UNHCR-Bericht: Erstmals seit einem Jahrzehnt weniger Flüchtlinge

Weltweit ist die Zahl der Flüchtlinge leicht zurückgegangen - zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt. Laut den UN kehrten so viele Vertriebene in ihre Heimat zurück wie lange nicht. Aber oft unfreiwillig. Von Kathrin Hondl. [ mehr ]

Weltweit ist die Zahl der Flüchtlinge leicht zurückgegangen - zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt. Laut den UN kehrten so viele Vertriebene in ihre Heimat zurück wie lange nicht. Aber oft unfreiwillig.

"Der Rückgang ist bescheiden", sagt UN-Flüchtlingshochkommissar Barham Salih. Doch es seien "willkommene Nachrichten": Die Zahl der weltweit gewaltsam vertriebenen Menschen ist 2025 erstmals seit zehn Jahren wieder zurückgegangen - um etwa vier Prozent auf fast 118 Millionen Menschen.

Denn im vergangenen Jahr kehrten laut dem neuen UNHCR-Bericht so viele Vertriebene wie lange nicht in ihre Herkunftsorte oder -länder zurück - nämlich mehr als zehn Millionen Binnenvertriebene und fast 4,4 Millionen ins Ausland geflüchtete Menschen.

In Deutschland gab es sogar 31 Prozent weniger Anträge. mehr

Besonders viele Rückkehrerinnen und Rückkehrer gab es in Syrien, Afghanistan und dem Sudan. Dies geschah allerdings oft nicht freiwillig, betont der UN-Flüchtlingskommissar. Das gelte besonders für Afghanistan-Rückkehrer. Viele Flüchtlinge seien aus dem Iran und Pakistan erneut gewaltsam vertrieben worden, zurück nach Afghanistan.

Als große Herausforderung sieht der Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks die Langzeitvertreibung: 70 Prozent der Flüchtlinge weltweit leben demnach seit mindestens fünf Jahren im Exil. Die meisten seien in armen Nachbarstaaten ihrer Herkunftsländer, angewiesen auf humanitäre Hilfe.

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"Ich halte es für eine Verletzung der menschlichen Würde, wenn Menschen so festsitzen und auf humanitäre Hilfe angewiesen sind", beklagt Bahram Salih. Der kurdisch-irakische UN-Hochkommissar für Flüchtlinge weiß, wovon er spricht. Denn er war selbst ein Flüchtling.

Er selbst habe als Flüchtling vom internationalen Schutzsystem profitiert, erklärt Salih. Dadurch habe er die Chance auf Integration und Bildung erhalten.

Doch gerade solche zukunftsorientierten Lösungen fehlen. Laut dem Bericht fanden vergangenes Jahr nur noch knapp 82.000 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge über das sogenannte Resettlement-Programm des UNHCR Plätze in Aufnahmeländern. Das waren weniger als halb so viele wie 2024. Auch Deutschland hat das Resettlement-Programm ausgesetzt.

Der irakische Ex-Präsident Barham Salih ist seit Januar 2026 UN-Flüchtlingskommissar.

Flüchtlingskommissar Salih hat nun ein - wie er sagt - "ehrgeiziges Ziel": Der UNHCR wolle die Zahl der Langzeitvertriebenen, die auf Hilfe angewiesen sind, bis 2035 halbieren. "Ich weiß, dass das ehrgeizig

📌 Kaynak

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