Ethikrat gegen pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche

📌 Diğer 📰 Tagesschau 🕐 2 saat önce
Ethikrat gegen pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche

TikTok, Instagram und Co sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt, sie bergen aber auch Gefahren. Um Kinder besser zu schützen hat der Deutsche Ethikrat eine Empfehlung ausgegeben. Von Alicia Heid. [ mehr ]

TikTok, Instagram und Co sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt, sie bergen aber auch Gefahren. Um Kinder besser zu schützen hat der Deutsche Ethikrat eine Empfehlung ausgegeben.

Der Deutsche Ethikrat hat sich gegen ein pauschales gesetzliches Mindestalter bei der Nutzung sozialer Medien ausgesprochen. Für einzelne digitale Angebote sollte es jedoch spezielle Regelungen geben, schreibt der Ethikrat.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hatte den Deutsche Ethikrat im Oktober um eine Einschätzung bezüglich eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche gebeten. "So wie es jetzt ist kann und darf es nicht weitergehen", betonte Klöckner, die besonders die politische Meinungsbildung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt gefährdet sieht.

Klöckners persönlicher Wunsch war es gewesen, dass der Ethikrat "den ethischen Aspekt, dieser breiten politischen Debatte" beleuchte. Sie ist überzeugt: "Die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates kommt zum richtigen Zeitpunkt." Es gehe um ein Instrumentarium, das der Ethikrat den Abgeordneten des Bundestages mitgebe, um differenziert zu diskutieren, abzuwägen und dann auch entscheiden zu können.

In erster Linie geht es um Missbrauchsdarstellungen von Kindern. KI verschärft demnach die Risiken massiv. mehr

Mit seinen Empfehlungen schließt sich der Deutsche Ethikrat der Haltung anderer Fachleute und Experten an, die ein generelles Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche pauschal ablehnen. Stattdessen empfiehlt der Rat ein differenziertes und risikobasiertes Schutzkonzept.

"Ich glaube wir sehen täglich alle, dass der digitale Raum in vielerlei Hinsicht nicht so ist, wie wir ihn uns wünschen würden“, erklärt Judith Simon vom Deutschen Ethikrat. Dennoch würde ein pauschales Verbot Sozialer Medien für Kinder und Jugendliche die Probleme nicht lösen, sondern selbst Probleme verursachen.

Es sei notwendig, den Fokus nicht nur auf die Sozialen Medien zu richten, sondern auch andere digitale Angebote beim Jugendschutz mit einzubeziehen. Besonders betrachtet der Ethikrat dabei Gefahren, die beispielsweise von Künstlicher Intelligenz oder Chatbots ausgehen. Ein reines gesetzliches Mindestalter für Soziale Medien ignoriere diese Gefahren.

"Insbesondere Chatbots werden immer häufiger zur ersten Anlaufstelle für Fragen, Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen", so Simon, "daher fordern wir eine Aktualisierung des Jugendschutzrechts." Um den Risiken auch durch KI entgegenzuwirken, benötige es ein risikobasiertes Schutzkonzept, das neben Sozialen Medien auch andere Angebote einbeziehe. So e

📌 Kaynak

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