Iran-Liveblog: ++ Weltweiter Konjunkturdämpfer durch Iran-Krieg ++
Die Weltbank rechnet mit einem weltweiten Konjunkturdämpfer durch den Iran-Krieg. US-Präsident Trump hat erneut Angriffe auf Iran angekündigt. Er drohte zudem damit, die Kontrolle über die iranische Ölindustrie zu übernehmen.[ mehr ]
Im Libanon sind Staatsmedien zufolge mehrere Menschen bei israelischen Angriffen getötet und weitere verletzt worden. Die Ölpreise sind nach der Absage der von den USA geplanten Angriffe auf den Iran deutlich gefallen.
US-Präsident Donald Trump hat erneut ein baldiges Abkommen mit dem Iran angekündigt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", sagte Trump im Oval Office in Washington. "Und wir werden, vorbehaltlich der Fertigstellung der Dokumente, die in den nächsten Tagen erfolgen sollte, wahrscheinlich eine Unterzeichnung vornehmen, möglicherweise in Europa."
Trump hatte zuvor dem Iran noch mit neuen und schweren Angriffen gedroht. Stunden später meldete er sich in den sozialen Medien zurück und erklärte, er habe beschlossen, die Pläne zur Eskalation aufgrund von Fortschritten in den Gesprächen mit dem Iran zu verwerfen. Er deutete an, dass ein Abkommen in greifbarer Nähe sei. Allerdings weckte Trump in den vergangenen Wochen mehrfach die Hoffnung, die Kriegsparteien stünden kurz vor einer Einigung. Ein Erfolg blieb jedoch aus.
Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen Angaben weitere Menschen getötet und verletzt worden. Die libanesische Staatsagentur NNA meldete am Donnerstag unter anderem vier Tote nach einem Angriff im Ort Abassija im Süden. Zwei weitere Tote habe es nach israelischen Angriffen in der Küstenstadt Tyrus sowie in Baalbek im Osten gegeben.
Israels Bodentruppen rückten unterdessen im südlichen Libanon vor. Diese hätten die "operative Kontrolle" im Tal Wadi Saluki übernommen, teilte die israelische Armee mit. Das Gebiet liegt zwischen dem Fluss Litani - eine wichtige Trennlinie im Konflikt Israels mit der proiranischen Hisbollah-Miliz - und der libanesisch-israelischen Grenze. Das Tal war bereits im Krieg beider Seiten im Jahr 2006 umkämpft.
Die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Krieg sorgen für gute Stimmung an der Wall Street. Die wichtigsten US-Indizes legten am Donnerstag um jeweils rund 1,5 Prozent zu, nachdem sie zuvor nur leicht im Plus gelegen hatten. Am steilsten nach oben ging es für die Aktien von Fluggesellschaften und Kreuzfahrtanbietern, die um fünf bis sieben Prozent zulegten.
Anleger griffen auch bei den Titeln von Großbanken zu, was die Anteilsscheine um 1,5 bis drei Prozent nach oben trieb. Der Rückgang beim Ölpreis um rund 2,5 Prozent belastete hingegen den Energiesektor. Der US-Branchenindex gab rund ein Prozent nach.
Die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf einen Insider aus dem Umfeld des iranischen Verhandlungsteams
📌 Kaynak
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