Opel Grandland im Test: Komfortabel, ausdauernd, begriffsstutzig
Der Opel Grandland hat in der Long-Range-Version eine gute Reichweite und ein stabiles Fahrverhalten. Die Sprachsteuerung ist aber ausbaufähig. Ein Praxistest von Tobias Költzsch ( Opel , Elektroauto )
Opel bietet eine Menge Elektroautos an und verfolgt dabei konsequent eine zweigleisige Strategie: Das Verbrennermodell gibt es in der Regel auch als Elektroversion. Daraus resultieren mitunter eigenwillige Kompromisse, wie etwa das Zündschloss beim elektrischen Frontera. Auch den Opel Grandland gibt es als Verbrenner, Hybrid und Elektroauto mit zwei Akkuvarianten.
Wir haben uns die neue Long-Range-Version des mittelgroßen SUV angeschaut – und finden vieles gut, was Opel macht. Der Grandland liegt für ein SUV überraschend gut in der Kurve, ist komfortabel, bietet reichlich Platz und in der von uns getesteten GS-Variante mit aufpreispflichtigen Extras auch eine Menge Sonderfunktionen. Im Laufe des Tests merken wir aber auch, dass der Wagen nicht perfekt ist.
Der Grandland zählt mit 4.650 mm Länge, 1.905 mm Breite und 1.665 mm Höhe noch zu den mittelgroßen SUV, ist aber beileibe kein kleines Auto. Von den Ausmaßen ähnelt er dem Kia EV5, den wir gerade im Test hatten – und mit dem sich der Grandland entsprechend messen muss. Beim Design gewinnt der Opel unserer Meinung nach den Vergleich: Statt auf eine kantige Kiste setzt Opel auf reichlich Rundungen und eine durch viel Glas luftiger wirkende Front.
Grundsätzlich ist das Design aber – wie bei Opel durchaus gewohnt – eher unauffällig bis unspektakulär. Hässlich ist der Grandland aber definitiv nicht: Der untere Bereich der Seiten weist mehrere Linien auf, wovon sich die obere weiter nach oben zieht. Das Heck wiederum gewinnt bei uns keinen Schönheitspreis, was zum einen am Durcheinander bei der Linienführung liegt und zum anderen am beleuchteten Opel-Schriftzug – davon sind wir keine Fans.
Wie beim neuen DS No. 7 hat Opel den Heckscheibenwischer deutlich sichtbar am unteren Rand der Scheibe eingebaut, was wir nicht schön finden. Unter dem sich weit nach unten neigenden Heckspoiler wäre Platz gewesen, den Wischer unsichtbar zu verbauen. Insgesamt betrachtet ist das Außendesign des Grandland aber rund – verglichen mit dem eckigen EV5 sogar wortwörtlich.
Im Innenraum setzt Opel bei der gehobenen GS-Variante auf eine Mischung aus Kunststoff, Leder und Stoff. Teile des Armaturenbretts, der Türen und der Mittelkonsole sind bei unserem Testfahrzeug mit einem grauen Stoff bezogen. Die Verarbeitung ist gut, das schnörkellose Design gefällt uns gut. Die Oberflächen, die wir mit unseren Armen berühren, sind unterschäumt. Verwendet Opel Hartplastik, ist es matt oder mit einem Muster versehen. Unterhalb der Knie findet sich Kunststoff, ebenso bei der Mittelkonsole.
Sie bietet neben einem klimatisierten großen Fach
📌 Kaynak
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