336 Millionen Euro in Bitcoin gewaschen: Geldwäschedienst AudiA6 zerschlagen

💰 Ekonomi 📰 Golem 🕐 3 saat önce
336 Millionen Euro in Bitcoin gewaschen: Geldwäschedienst AudiA6 zerschlagen

Ein AudiA6 genannter Geldwäschedienst ließ Hacker und Betrüger Bitcoin-Transaktionen in Millionenhöhe verschleiern. Doch damit ist jetzt Schluss. ( Cybercrime , Server )

Strafverfolgungsbehörden mehrerer Länder ist zusammen mit Europol ein großer Schlag gegen einen von mehreren Cybercrime-Akteuren genutzten Geldwäschedienst gelungen. Wie Europol in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) schildert, wurde der AudiA6 genannte Dienst von Ransomware-Banden und anderen kriminellen Akteuren verwendet, um die Spuren ihrer Finanztransaktionen zu verschleiern.

Über AudiA6 sollen zwischen 2022 und 2025 Kryptowährungen im Wert von mehr als 336 Millionen Euro gewaschen worden sein. Den Angaben zufolge wurden dafür Tausende mit gekauften oder gestohlenen Identitätsdaten eröffnete Börsenkonten verwendet. Beworben wurde der Dienst in Cybercrime-Foren.

Nutzer nahmen laut Europol über Messaging-Plattformen Kontakt zu AudiA6 auf. Die zu waschenden Kryptowährungen wurden daraufhin auf Wallets der Betreiber des Dienstes übertragen und innerhalb von etwa einer Stunde durch komplexe Transaktionsabfolgen gewaschen. Nach Abzug einer Provision in Höhe von drei bis zehn Prozent erhielten die Nutzer ihr Geld anschließend wieder zurück.

Diesen Geldwäscheaktivitäten setzten die Behörden nun jedoch ein Ende. Laut Mitteilung wurden bei einer koordinierten Aktion am 10. Juni zwei mutmaßliche Administratoren des Geldwäschedienstes verhaftet. Zudem haben die Einsatzkräfte drei Objekte durchsucht sowie 25 Domains, 30 Server, 80 Fahrzeuge, mehrere Immobilien in Georgien und Kryptowährungen im Wert von 86.000 Euro beschlagnahmt.

Zudem sollen von den Betreibern genutzte Telegram-Konten gesperrt und weitere Kryptowährungen im Wert von 692.000 Euro eingefroren worden sein. Bei den gewaschenen Kryptos scheint es sich ausschließlich um Bitcoin gehandelt zu haben. In einer Pressemitteilung der US-Staatsanwaltschaft(öffnet im neuen Fenster) ist von insgesamt 10.333 BTC die Rede, die die Betreiber von AudiA6 über ihre Wallets verarbeitet haben sollen.

Die AudiA6-Betreiber sollen neben dem Geldwäschedienst auch noch ein eigenes und ebenfalls von den Behörden zerschlagenes Darknet-Forum namens Dark2Web betrieben haben. Dieses soll Cyberkriminellen dazu gedient haben, sich zu vernetzen und illegale Dienstleistungen anzubieten. Auf den Webseiten von AudiA6 und Dark2Web erscheint nun jeweils ein Banner, welches auf die Übernahme durch die Behörden hinweist.

Neben Europol und mehreren US-Behörden waren auch Polizeibehörden aus Deutschland (BKA und LKA NRW), Australien, Kanada, Frankreich, Georgien, Island, Japan, Polen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich an der Zerschlagung der beiden Plattformen beteiligt. Gegen die beiden mutmaßlichen Admins erhob

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