SpaceX-Börsengang: Start ins Geldall
Der Börsengang von SpaceX macht Elon Musk zum Billionär. Nur noch er selbst kann sich künftig kontrollieren.
SpaceX startet mit Rekorden an der Börse: höchster Börsenwert, frisches Kapitalrekord und Machtfülle für Elon Musk. Der CEO sichert sich uneingeschränkte Kontrolle durch spezielle Aktienstruktur. Kritiker warnen vor fragwürdiger Governance und fehlender Aktionärsdemokratie. Musk's Vergangenheit mit Tesla und Gerichtsverfahren wirft Schatten auf SpaceX. Trotz Skepsis und Warnungen überhäufen Kleinanleger die Banken mit Anfragen für das Börsendebüt, das wie eine Rakete abheben wird.
Um den Börsengang von SpaceX zu beschreiben, reicht ein Superlativ nicht aus. Man brauchte einen Ultralativ oder einen Astronomikativ. So viele Rekorde auf einmal bricht dieses Ereignis. An diesem Freitag kommt die Aktie von Elon Musks Raketen- und Satellitenbauer mit angeschlossener KI-Schmiede (xAI) und Social-Media-Plattform (X) an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq in den Handel; das Unternehmen debütiert an der Börse mit einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar.
Das ist der höchste Börsenwert, den je ein Unternehmen an seinem ersten Handelstag erreicht hat. SpaceX hat rund 75 Milliarden Dollar frisches Kapital von den Anlegern eingesammelt, so viel wie kein anderer Börsenneuling in der Finanzgeschichte. Die Summe ist mehr als doppelt so hoch wie 2019 beim Börsenstart des saudischen Ölgiganten Saudi Aramco, dem bisherigen Rekordhalter. Musk wird der Börsengang zum Billionär machen, dessen Vermögen dann mehr als der Jahreswirtschaftsleistung von Dänemark und Norwegen zusammen entspricht.
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