Ukrainekarte aktuell: Ukrainische Truppen drängen Angreifer bei Oleksandriwka zurück
An der Grenze zur Region Dnipropetrowsk haben ukrainische Soldaten Teile eines Dorfes befreit. Russland lässt weiterhin einzelne Soldaten in Kostjantyniwka eindringen.
Ukrainische Truppen haben die russischen Angreifer östlich des Ortes Oleksandriwka nahe der Grenze zur Region Dnipropetrowsk leicht zurückgedrängt. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen demnach, dass sie Teile des besetzten Dorfes Woskressenka befreiten.
Unterdessen blockieren die ukrainischen Streitkräfte weiterhin mehrere Brücken, die das besetzte ukrainische Gebiet Cherson und die 2014 annektierte ukrainische Krim-Halbinsel verbinden: eine Brücke über den Nord-Krim-Kanal in der Nähe der besetzten Orte Preobraschenka und Myrne sowie die Straßenbrücken Perekop–Armiansk und Stawky. Darüber hinaus greifen ukrainische Einheiten russisch genutzte Landverbindungen im besetzten Teil der Südukraine mit Mittelstreckenwaffen an. Laut dem ISW will die Ukraine damit Russlands Möglichkeiten schwächen, Munition und Soldaten in der Ukraine zu transportieren und weitere Angriffe vorzubereiten.
Russlands Armee kam zuletzt nicht voran. Sie setzt jedoch ihre Angriffe auf Kostjantyniwka und die Nachbarstadt Druschkiwka fort und schickt dort weiterhin kleine Gruppen von Soldaten hinter die ukrainischen Linien. Aktuelle Aufnahmen zeigen demnach zum Beispiel einen russischen Soldaten, der im Dorf Roskischne, westlich von Kostjantyniwka, eine Flagge hisste – nach Einschätzung des ISW handelt es sich um eine Infiltrationsmission. Russlands Verteidigungsministerium behauptete anschließend jedoch, die Einheiten hätten den Ort eingenommen.
Das ISW geht seit Längerem davon aus, dass Russlands Armee die Soldaten gezielt Flaggen hissen lässt, um die russischen Vorstöße zu übertreiben und fälschlicherweise den Eindruck zu erwecken, die ukrainische Front würde zusammenbrechen. Das ISW spricht in diesem Zusammenhang von »kognitiver Kriegsführung«.
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Die Angaben beider Parteien aus dem Kriegsgebiet über Tote oder militärische Erfolge lassen sich selten unabhängig verifizieren. Quelle für die hier gezeigten Frontverläufe sind Daten der US-amerikanischen Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW). Welche Quellen das ISW verwendet und wie das Institut zu seinen Einschätzungen kommt, ist auf dieser Methodikseite zusammengefasst.
Unsere Karte zeigt mit ihren roten Einfärbungen, welche Gebiete nach ISW-Einschätzung russisch kontrolliert sind oder dort russische Truppenoperationen durchgeführt werden. Blaue Einfärbungen zeigen, wo das ukrainische Militär solche Gebiete seit Beginn der Gegenoffensive von den russis
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