Fußball-WM in Kanada: Der Traum von einer Revanche gegen Trump
Kanadas Fans können es kaum erwarten: die erste Fußball-WM der Männer auf kanadischem Boden. Egal, wie ihr Team abschneidet, das Turnier dürfte die Kanadier noch weiter zusammenschweißen - nicht nur sportlich. Von M. Schmickler. [ mehr ]
Kanadas Fans können es kaum erwarten: die erste Fußball-WM der Männer auf kanadischem Boden. Egal, wie ihr Team abschneidet, das Turnier dürfte die Kanadier noch weiter zusammenschweißen - nicht nur sportlich.
Die Nachwuchsspielerinnen der Vancouver Whitecaps geben alles in ihrem Spiel - und müssen sich doch mit 0:2 geschlagen geben. Die jungen Frauen hoffen, dass Team Kanada besser abschneidet und zumindest einen Sieg holen kann.
"Ich bin damit aufgewachsen, die WM im Fernsehen zu gucken, das war immer ein großes Ding", sagt die Spielerin Racquel Partovi und schwärmt: "Dass wir jetzt die Chance haben, die Spiele live zu erleben, ist Wahnsinn." Heute findet in Toronto das erste WM-Spiel des kanadischen Teams gegen Bosnien und Herzegowina statt.
Racquel Partovi, rechts im Bild, freut sich über die Chance, ein WM-Spiel live sehen zu können.
Doch in Vancouver werden die meisten die Spiele wohl nicht im Stadion sehen - in der ohnehin teuren Stadt können sich viele die Preise nicht leisten. Dabei ist auf den letzten Metern nochmal Bewegung in den Ticketmarkt gekommen. Wohl auch, weil keines der 13 Spiele, die in Toronto und Vancouver stattfinden, bisher ausverkauft ist.
Stadionsprecher Wayne Ziants ärgert sich über die Politik der FIFA. Die hohen Preise, die strengen Regeln hätten ihm die Lust darauf, ins Stadion zu gehen, vermiest. "Die Tickets sind so teuer, dass viele schlicht ausgeschlossen werden", sagt der sonst so begeisterte Fußballfan. "Es kommt einem fast so vor, als wollte die FIFA die Leute ärgern. Sie hatten die große Chance, Fußball zu einem Freudenfest zu machen, und nutzen jede Gelegenheit, sich zum Feind zu machen."
Blick ins Stadion in Vancouver. Bislang ist keines der Spiele ausverkauft.
Im BC Place genannten Stadion in der Innenstadt laufen derweil die letzten Vorbereitungen für das erste Spiel am Samstag, Ortszeit. Dann tritt hier Australien gegen die Türkei an. In den Umkleidekabinen mit den knallroten Schließfächern sind die Trikots schon drapiert. In der Lounge stapeln sich goldene Champagner-Kühler. Auf dem Spielfeld wird der eigens ausgelegte Rasen akkurat zuerst gemäht und dann gewässert, alles nach den strengen Regeln der FIFA.
Anders als in New York etwa liegt das Stadion mitten in der Stadt. "Das hat riesige Vorteile für die Fans", erklärt Don Hardman, FIFA-Manager für die kanadischen Stadien. "Hier kommen die Fans mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, alles ist sehr fußgängerfreundlich." Auch die meisten Hotels liegen ganz in der Nähe.
Hoch oben auf dem Grouse Mountain, dem Hausberg von Vancouver, glänzt eine riesige Ka
📌 Kaynak
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