Informationskrise: Überflutet, überreizt, überfordert. So wie wir alle.
Friedrich Merz ist in eine Beschleunigungsspirale geraten, die er nicht kontrollieren kann. Denn wir befinden uns in einer der tiefsten Informationskrisen der Menschheit.
Ungarn hat Orbán abgewählt, doch die Energie des Moments erinnert an die Möglichkeit des Neinsagens und der Veränderung. In vielen westlichen Ländern herrscht Unzufriedenheit mit der politischen Führung. Die Informationskrise und die Digitalisierung haben die politische Landschaft verändert. Die Erregungsökonomie dominiert die öffentliche Diskussion und erschwert differenzierte Debatten. Trotzdem bleibt die Begegnung als Grundlage für Verständigung unersetzlich.
Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 24/2026.
Waren Sie auch gerührt, als die Ungarn auf die Straße gingen? In dieser Nacht, in der klar wurde, sie sind ihren Autokraten los? Und an den vielen Tagen seitdem, in denen sie, begleitet von Kameras, über die Alleen und Plätze Budapests tanzten? Die Ungarn haben Viktor Orbán, der dem Land 16 Jahre lang eine illiberale Kur verordnet hatte, einfach abgewählt.
Es stimmt, dass vor dieser Nacht eine Menge zusammengekommen war: Eine wirtschaftliche Talfahrt, die sehr viele Menschen unmittelbar traf; ein Herausforderer, der genau wusste, gegen wen er da antrat und wo er ihn treffen konnte, und der, politisch betrachtet, in neuralgischen innenpolitischen Punkten von Orbán nicht so weit entfernt ist. Und doch.
📌 Kaynak
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