Wie Naturkatastrophen berechnet werden können

💻 Teknoloji 📰 Tagesschau 🕐 3 saat önce
Wie Naturkatastrophen berechnet werden können

Können Naturkatastrophen verhindert werden - und wenn ja: wie? Am Karlsruher Institut für Technologie tun Forschende genau das: Gefahren im Voraus berechnen. Von Stefan Zanev. [ mehr ]

Können Naturkatastrophen verhindert werden - und wenn ja: wie? Am Karlsruher Institut für Technologie tun Forschende genau das: Gefahren im Voraus berechnen.

Ein extremes Wetterphänomen oder ein geologisches Ereignis allein ist noch keine Katastrophe. Erst wenn eine Naturgewalt auf eine unvorbereitete Gesellschaft oder eine verwundbare Infrastruktur trifft, wird daraus ein Ernstfall.

Wie sich solche Risiken systematisch minimieren lassen, bevor sie eskalieren, beschäftigt die moderne, datengestützte Katastrophenforschung mehr denn je. Im Zentrum steht die Frage, wie gut unsere Lebensräume auf Extremereignisse vorbereitet sind.

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Die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal hat eindringlich gezeigt, dass die reine Intensität eines Naturereignisses nur die halbe Wahrheit darstellt. Das reale Risiko entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Der Risikoanalyst Andreas Schäfer vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) untersucht diese Dynamiken zwischen Naturgefahr und Katastrophe. Seine Analysen verdeutlichen: Das Kernproblem liegt darin, dass unsere Infrastruktur - von der Kanalisation bis zu den Wohngebäuden - oft auf historischen Planungsannahmen basiert.

Verändern sich die Umweltbedingungen, geraten diese Systeme schnell an ihre Grenzen. Umwelteinflüsse werden genau dann zum unkontrollierbaren Risiko, wenn die gebaute Umwelt nicht flexibel genug auf neue Belastungen reagieren kann.

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Um folgenschwere Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen zu verhindern, setzt die Wissenschaft am Center for Disaster Management (CEDIM) des KIT auf "Forensische Katastrophen-Analysen". Das Team um Andreas Schäfer berechnet dabei nicht nur die physikalischen Messwerte eines Ereignisses. Für eine wirksame Schadensprävention reicht der Blick auf die Natur allein nicht aus. Die Forscher verknüpfen die Messdaten direkt mit den konkreten Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Wirtschaft vor Ort.

Das spezifische Katastrophenrisiko wird im Vorfeld aus drei Variablen berechnet:

Diese computergestützten Bewertungen helfen den Entscheidungsträgern, Schwachstellen im System frühzeitig zu erkennen, Hilfskräfte im Ernstfall präziser zu koordinieren und Schäden durch vorausschauende Planung proaktiv abzuwenden.

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