Klez.e, neues Album »Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht«: Baustelle der Hoffnung
Klez.e sind die beste Band, die klingt wie The Cure, ohne The Cure zu sein. Auf ihrem neuen Album geben sich die Berliner Melancholiker überraschend zuversichtlich. Diese neuen Songs sollten Sie hören!
Goth-Pop-Band Klez.e, Sänger Siebert (M.): Baustelle der Hoffnung
Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Als der Berliner Musiker Tobias Siebert vor ein paar Jahren zusammen mit seiner Frau, der Künstlermanagerin Annette Herrmann, den alten Küsselhof an der deutsch-polnischen Grenze zu Ferienwohnungen mit Festsaal und Studio umbauten, nannten sie das Projekt »Baustelle of Love« – Baustelle der Liebe. Abseits der grauen Stadt fanden die beiden dort Frieden und vielleicht auch ein wenig von der verblüffenden Zuversicht, die nun aus den Liedern von »Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht« dringt, dem sechsten Album von Sieberts Band Klez.e.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Die Gruppe, benannt nach einem berüchtigten Computerwurm der Nullerjahre, ist als beste Band bekannt, die klingt wie The Cure, ohne The Cure zu sein. Ihr essenzielles Album »Desintegration« war 2017 sogar eine direkte Hommage an den Cure-Klassiker von 1989, wurde dann aber zu einer persönlichen, auch düsteren Reise des im Osten geborenen Songwriters Siebert vom Mauerfall in die Gegenwart.
Die zwiespältige Stimmung von damals, die Sehnsucht, die in Ernüchterung umschlug, fängt sich jetzt nochmal im neuen Stück »Im Herbst«, wenn Siebert sich mit triefendem Sarkasmus »erschöpft von all dem Westglück« zeigt. »Melancholia« bleibt auch diesem Album die Grundstimmung, wenn im gleichnamigen Song schon mal am längsten Sommertag das nahende Ende des gerade erlebten Glücksmoments und der warmen Jahreszeit beschworen wird.
Die Melancholie ist es, die in diesem bisher wohl kernigsten und energischsten Song der Band als süße Muse und Gefährtin umarmt wird, die in gesellschaftlich schwermütigen Zeiten Halt verspricht. »Du bespritzt mich mit deiner Leichtigkeit/ Und ich bin wirklich sicher, dass mir das schon reicht«, reimt Siebert überraschend saftig. Auch The Cure, neue Lieblingsband der Popsängerin Olivia Rodrigo, die an diesem Freitag ebenfalls ein neues Album veröffentlicht, hatten natürlich immer wieder solche zaghaft optimistischen Songs, »Friday I'm In Love« fiele einem ein.
Dazu passend wird der früher zuweilen bedrückende Dream- und Goth-Pop von Sänger und Gitarrist Siebert, Bassist Daniel Moheit und Drummer Filip Pampuch nun heller und leichter, etwa wenn in »Hymnus« Synthesizer-Klänge wie belebende Sonnenstrahlen durch den Pathos dringen. Die Band wil
📌 Kaynak
Bu özet Spiegel kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →