Marktbericht: DAX legt zu Wochenschluss kräftig zu
Die Hoffnung auf Frieden zwischen den USA und Iran sorgt für gute Stimmung an den Finanzmärkten. Aber Skepsis bleibt. Beim Rekord-Börsengang in den USA startet die Aktie von SpaceX 11 Prozent über dem Ausgabepreis.[ mehr ]
Die Hoffnung auf Frieden zwischen den USA und Iran sorgt für gute Stimmung an den Finanzmärkten. Aber Skepsis bleibt. Beim Rekord-Börsengang in den USA startet die Aktie von SpaceX 11 Prozent über dem Ausgabepreis.
Hoffnungen auf ein baldiges Rahmenabkommen der USA mit Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dem deutschen Aktienmarkt einen Schub nach oben gegeben. Der DAX stieg zeitweise um mehr als 2 Prozent. Am Ende stand der Leitindex noch 1,76 Prozent im Plus bei 24.635 Punkten. Der MDAX gewann am Freitag 1,99 Prozent auf 32.083 Zähler.
US-Präsident Donald Trump hatte seine für Donnerstagabend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen in Aussicht gestellt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Auch die Islamische Republik sprach von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss.
Einige Fachleute bleiben skeptisch: "Die Kursgewinne dürften auf Sand gebaut sein, wenn ein glaubhaftes Kriegsende nicht von allen Seiten bestätigt wird", sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Mit einer bloßen Absichtserklärung wird sich der Markt nicht lange zufriedengeben."
Er begründet den Schritt mit positiven Entwicklungen bei den Friedensverhandlungen - doch Iran dementiert. mehr
Unterstützung erhalten die Aktienmärkte von den fallenden Ölpreisen. Rohöl der Nordseesorte Brent wurde zeitweise bei 85,80 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt und damit auf dem tiefsten Stand seit April.
Seit Ende Februar waren die Ölpreise massiv nach oben geschnellt. Zeitweise lag der Preis für Öl der Nordseesorte Brent bei 126 Dollar je Fass. Iran blockiert den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, über die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Bedarfs an Öl und Flüssigerdgas verschifft wurde.
Zudem sind Ölförderanlagen in der Region beschädigt worden. Es dürfte Monate dauern wird, bis sich die Lage normalisiert und die Infrastruktur wieder hergestellt ist.
Bundesbankpräsident Joachim Nagel warnt. Der Iran-Krieg und der damit verbundene Energiepreis-Schock verhindere eine Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Ein hoher Ölpreis lässt nicht nur die Verbraucherpreise anziehen - hohe Energiekosten bedeuten zudem eine Belastung für die Unternehmen.
Höhere Ölpreise wegen des Iran-Kriegs führen zu einem Inflationsschub in der Eurozone. mehr
Das Institut korrigierte die Konjukturprognose nach unten. Von einer Fortsetzung
📌 Kaynak
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