Kosmische Strahlung enthüllt wahres Alter der Atacama-Wüste
Lange galt als gesicherte geologische Lehrmeinung, wann und warum eine der extremsten Landschaften unseres Planeten austrocknete. Eine aktuelle Analyse von unscheinbaren Gesteinen rüttelt nun an diesem Fundament und liefert faszinierende Parallelen zur Raumfahrt. weiterlesen auf t3n.de
Forscher haben das Alter der Atacama-Wüste in Chile neu bestimmt und festgestellt, dass sie deutlich älter ist als bisher angenommen. Eine neue Studie, veröffentlicht in Nature Communications, legt nahe, dass die extreme Austrocknung bereits vor über 40 Millionen Jahren im Eozän begann. Diese Erkenntnisse basieren auf der Analyse von Quarzgesteinen, deren Isotop Neon-21 durch ununterbrochene kosmische Strahlung angereichert wird. Eine hohe Konzentration dieses Isotops deutet auf eine extrem lange Verweildauer an der Oberfläche hin, da Wasser diese Gesteine abtragen würde. Die bisherigen Theorien, die die Hebung der Anden und den Humboldtstrom als Hauptursachen nannten, werden damit in Frage gestellt. Die Forscher vermuten stattdessen eine langsame planetare Abkühlung als Auslöser. Diese neuen Daten sind auch für die Marsforschung von Bedeutung, da die Atacama als Modell für extreme Umgebungen dient.
This discovery refines our understanding of Earth's geological history and provides valuable insights for astrobiology and planetary science.
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