Anna Felnhofer schafft eine verstörende Vaterwelt in 'Prosopon'
Suche nach Bruchstücken: Anna Felnhofer schreibt in glasklarer, verdichteter Prosa über ein sterbendes Kind und einen Vater mit der Wahrnehmungsstörung "Gesichtsblindheit"
Anna Felnhofer beschreibt in ihrem Roman 'Prosopon' die Geschichte eines sterbenden Kindes und seines Vaters mit einer Wahrnehmungsstörung. Der Roman wurde im Luftschacht Verlag veröffentlicht und erhielt Aufmerksamkeit. Die Erzählung beginnt mit dem Tod des siebenjährigen Finn, der seit einem Unfall im Jahr 2019 im Koma liegt. Der Vater, Jakob, leidet unter Prosopagnosie, wodurch er Gesichter nicht erkennen kann. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn wird durch diese Störung stark beeinflusst. Die Mutter, Johanna, reflektiert über die Natur des Kindes und erkennt darin eine kalte Bösartigkeit. Finn zeigt sich in seiner Umgebung oft aggressiv und unempfindlich. Der Roman wirft Fragen zu Schuld und menschlicher Natur auf.
Der Roman beleuchtet komplexe psychologische und ethische Themen durch die Perspektive einer Familie in Trauer.
📌 Kaynak
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