Tierkrematorin: "Auch Lugner war nur trauernder Hundebesitzer"
Katharina Messinger ermöglicht persönliche Abschiede von Haustieren – auch mit Geigenspieler und Leckerli. Oft wird dabei ein Hund zum Seelsorger der Kunden
Katharina Messinger leitet ein Tierkrematorium in Wien, wo sie Tierbesitzern hilft, sich auf persönliche Weise von ihren Haustieren zu verabschieden. Sie ermöglicht individuelle Abschiedszeremonien, die bis zu 30 Minuten dauern können und oft von Kerzen, leiser Musik oder sogar Live-Musik begleitet werden. Kunden können Abschiedsbriefe vorlesen, das Tier ein letztes Mal streicheln oder persönliche Gegenstände wie Spielzeug oder Lieblingsspeisen mit in den Sarg legen. Messinger berichtet von besonderen Wünschen, wie dem Mitbringen von gekochten Nudeln für einen Hund, und betont, dass sie versucht, auf die Bedürfnisse der Trauernden einzugehen. Selbst prominente Persönlichkeiten wie Richard Lugner nutzten ihre Dienste, um sich von ihren geliebten Vierbeinern zu verabschieden, was zeige, dass in Momenten der Trauer alle gleich seien. Jährlich werden in ihrem Krematorium zwischen 2000 und 3000 Tiere eingeäschert, wobei die Hälfte der Kunden eine Einzelkremierung mit Verabschiedung wählt.
Die Geschichte beleuchtet die emotionale Bedeutung von Haustieren und die oft unterschätzten Rituale, die Menschen zur Bewältigung von Trauer nutzen.
📌 Kaynak
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