Frust in der Basis und Kritik an Grazer Neos-Chef wegen "Ausrastern" und Kandidatur von Ex-Blauem

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Frust in der Basis und Kritik an Grazer Neos-Chef wegen "Ausrastern" und Kandidatur von Ex-Blauem

Spitzenkandidat Philipp Pointner räumt ein, "durchaus emotional" zu sein. Er holte Ex-FPÖler und Aufdecker Alexis Pascuttini, dem einige in der Partei misstrauen

Spitzenkandidat Philipp Pointner räumt ein, "durchaus emotional" zu sein. Er holte Ex-FPÖler und Aufdecker Alexis Pascuttini, dem einige in der Partei misstrauen

Auch für die Neos sollen alle guten Dinge drei sein: Beim dritten Antritt bei einer Grazer Gemeinderatswahl sollen erstmals drei Mandate und somit Klubstatus erreicht werden. Umfragen legen nahe, dass Spitzenkandidat Philipp Pointner das gelingen könnte.

Doch hinter den Kulissen rumort es. Gleich fünf Personen suchten das Gespräch mit dem STANDARD. Vier sind noch in der Partei und möchten daher anonym bleiben. Vor allem jene, die sich schon länger engagieren, fühlen sich wenig wertgeschätzt und ausgebootet.

Viel davon habe mit Pointner zu tun. Dieser sorgte im Jänner für Schlagzeilen, als er eine Straßenbahn aufhielt, um noch einsteigen zu können. Danach soll es während der Fahrt zu einem heftigen Wortgefecht mit dem Bim-Fahrer gekommen sein.

Überrascht habe der Vorfall die, die mit ihm zusammenarbeiten, nicht. Man dürfe ihn nicht "triggern", heißt es. Pointner sagt auf Anfrage: "Ich bin durchaus ein emotionaler Mensch und dazu stehe ich".

Eine Person sagt: "Er hat wirklich Probleme seine Gefühle zu unterdrücken und kann vielleicht nicht einschätzen, wie bedrohlich es wirkt, wenn ein zwei Meter großer Mann mit seinen Händen fuchtelt und schreit. Das wurde ihm auch intern gesagt."

"Bei einem Wahlkampfstand vor der Landtagswahl 2024 ist er mitten am Hauptplatz durchgedreht wegen eines Mannes, der blöde Bemerkungen gemacht hat", erzählt ein Neos-Mann, "das war sehr unangenehm".

Tamara Altottersbach, Bezirksrätin im Grazer Bezirk Jakomini, die am 1. Juni aus der Partei ausgeschlossen wurde, erinnert sich an eine Verteilaktion im Augartenbad im August 2025 mit Pointner. Der habe einer Gruppe von rund zehn Kindern Neos-Wasserbälle geben wollen, doch als deren Betreuerinnen das ablehnten, weil nicht alle Eltern einverstanden sein könnten, sei er "total ausgezuckt". Danach hätten Altottersbach "prekäre" Familien um Neos-Sonnencreme gebeten. Als sie ihnen Sonnencreme schenkte, habe Pointner ein weiteres Mal die Nerven verloren, weil sie "Leute, die nicht zur Wählerklientel gehören", beschenke.

Altottersbach hat aus Protest etwa gegen die von den Neos geforderte Abschaffung der Bezirksräte sowie die Art der Listenerstellung die Unterschrift unter eine Unterstützungserklärung für die Wahl verweigert. Für die Neos ein "parteischädigendes Verhalten". Bei der Basis herrsche "Frust, ein Gefühl, dass man austauschbar ist", sagt sie.

Eine andere Person sieht den "offenen Riss zwischen neuen und alten Mi

📌 Kaynak

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