"Memorandum of Misunderstanding"? Verwirrung über die Details des Iran-Deals
Vom Libanon bis zur Hormus-Maut: Die USA und der Iran präsentieren zwei sehr unterschiedliche Versionen ihres Deals. Donald Trump übt heftige Kritik an Israels Vorgehen im Libanon
Vom Libanon bis zur Hormus-Maut: Die USA und der Iran präsentieren zwei sehr unterschiedliche Versionen ihres Deals. Donald Trump übt heftige Kritik an Israels Vorgehen im Libanon
Es beginnt mit der Unterschrift. Wie genau hat man sich die "elektronische Unterzeichnung" des Abkommens zwischen den USA und dem Iran vorzustellen, die US-Präsident Donald Trump, sein Vize J.D. Vance und Irans Unterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf am Montag vorgenommen haben? Und: Wieso braucht es am Freitag in Genf dann noch eine zweite Zeremonie, der Trump selbst aber nicht beiwohnen wird?
Vor allem aber ist zum Inhalt noch vieles offen und wird von den beiden Seiten recht unterschiedlich dargestellt. In einigen US-Medien ist gar schon von einem "Memorandum of Misunderstandig" die Rede.
Zu den offenen Fragen gehört jene, wie genau etwa der Libanon von dem Deal erfasst ist. Die "Waffenruhe an allen Fronten", die laut beiden Seiten Teil der Vereinbarung ist, kann jedenfalls sehr unterschiedlich interpretiert werden. Israel hat nach einem offenbar sehr verärgerten Anruf Trumps bei Premier Benjamin Netanjahu auf einen größeren neuen Angriff auf den Iran verzichtet, den das Land wegen der anhaltenden Angriffe durch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah jüngst durchführen wollte. Das berichten israelische Medien.
Ob Trump das reicht? Am Dienstag beim G7-Treffen übte er jedenfalls weiterhin heftige Kritik an Israel. Man brauche nicht "jedes Mal, wenn man jemanden sucht, einen Wohnblock niederbomben". Denn dort wohnten schließlich "viele Menschen, und die sind nicht alle von der Hisbollah". Wenn es Israel nicht schaffe, die Miliz zu bekämpfen, "ohne alle anderen umzubringen", dann sollten stattdessen andere die Hisbollah bekämpfen, meinte Trump. Er selbst bringt dafür Syrien ins Spiel, ohne diesen Ansatz aber näher zu erklären.
Im Weißen Haus verlieh man den Äußerungen noch Nachdruck, indem man sie auch über den offiziellen X-Account "Rapid Response 47" verbreitete.
Allerdings: Muss sich Israel auch von jenen Gebieten im Südlibanon zurückziehen, die es aktuell besetzt hält? Der Iran geht davon aus, sagte Außenminister Abbas Araghchi am Dienstag. Israels Regierung betonte hingegen, man werde die "Sicherheitszonen" im Libanon, aber auch in Syrien und in Gaza, weiter besetzt halten.
Auch was die Straße von Hormus betrifft, gehen die Botschaften auseinander. Trump hatte am Montag behauptet, die Meeresstraße sei nun wieder offen und für alle passierbar. Tatsächlich hat der Verkehr aber bisher nur wenig Fahrt aufgenommen. Das liegt unter anderem daran, dass die Versicherer, ohne
📌 Kaynak
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