Race Across America startet: Vorjahrssieger Philipp Kaider will strenger zu sich selbst sein

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Race Across America startet: Vorjahrssieger Philipp Kaider will strenger zu sich selbst sein

Der Extremsportler aus Niederösterreich ist beim härtesten Radrennen Amerikas sein größter Gegner: "Wenn alles weh tut, kannst du mehr druckn, als du glaubst"

Der Extremsportler aus Niederösterreich ist beim härtesten Radrennen Amerikas sein größter Gegner: "Wenn alles weh tut, kannst du mehr druckn, als du glaubst"

Zwei Eindrücke blieben Philipp Kaider vom Sieg bei seiner großen Ausfahrt quer durch die USA hängen. Als er nach knapp 5000 Kilometern vom Rad stieg, dachte er sich: "Wie geil war das eigentlich?" Noch nie hatte er so viel Freude an einem Rennen, allen Qualen zum Trotz. Der zweite Eindruck: die surrealen Landschaften. Er strampelte den Wolf Creek Pass hinauf, der ihm mit seinen 3.300 Metern den Atem raubte, tagelang radelte er durch die ebene Wüste. Kaider sagt: "Ich fahre mit dem Rad, wo andere nicht einmal wagen, aus ihrem klimatisierten Auto zu steigen."

Und jetzt will er das Ganze wieder tun. Am Dienstag startete der 40-jährige Niederösterreicher beim Race Across America (RAAM), einem der härtesten und legendärsten Ultraradrennen der Welt. An der Westküste in Oceanside, Kalifornien, stieg er auf sein Rad, das Ziel liegt an der Ostküste in Atlantic City. Die Zeit läuft ständig mit. Kaider muss selbst entscheiden, ob, wann und wie lange er etwa für ein kurzes Nickerchen stehen bleibt.

In diesem Jahr will er "mehr druckn", wie Kaider das am Telefon nennt. Soll heißen: über eine längere Dauer mehr Kraft auf seine Pedale bringen. In der Eigenmotivation sieht er das größte Verbesserungspotenzial: "Wenn alles weh tut, kannst du mehr druckn, als du glaubst. Es ist nur sehr unangenehm."

Außerdem will er Stehzeiten minimieren. Sein Team soll – das hat Kaider selbst als Devise ausgegeben – mehr Druck auf ihn ausüben, nicht so oft zu pausieren. Wer steht, verliert Zeit.

Im Extremsport stellt sich die ewige Frage: Warum tut man sich das an? "Ich mache es einfach richtig gern", sagt Kaider. "Durch das Radfahren genieße ich eine unglaubliche Freiheit." Den Sport sieht er als Privileg. Für seinen Sport hat er eine simple Gleichung aufgestellt: Kaider radelt einfach immer weiter. Denn wenn er weiter radelt, kann er länger Rad fahren. Und Radfahren ist das, was er gern tut, was ihm guttut. Es ist seine Erfüllung.

Elf Leute unterstützen Kaider beim RAAM. Sechs Personen sitzen im Schichtbetrieb im sogenannten Pacecar, das ihn stets begleitet; sie reichen ihm Essen und Trinken, stützen ihn aber auch, wenn er irgendwann sogar fürs Klogehen zu erschöpft ist. Zwei Personen lenken einen Campingwagen, in dem das gesamte Team zu Schlafpausen kommt. Drei Leute dokumentieren das Rennen mit Fotos und Videos, Medienarbeit also.

Seit Ende Mai ist Kaider schon in den USA. Er wollte zwei Wochen in der Hitze trainieren, u

📌 Kaynak

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