Kamala Harris warnt in Wien vor Trumps Klimapolitik
Die Ex-US-Vizepräsidentin nennt die Trump-Administration die "korrupteste und inkompetenteste" der US-Geschichte. Die Klimawende findet trotzdem statt, glaubt Schwarzenegger
Die Ex-US-Vizepräsidentin nennt die Trump-Administration die "korrupteste und inkompetenteste" der US-Geschichte. Die Klimawende findet trotzdem statt, glaubt Schwarzenegger
Einmal im Jahr kommt der wohl bekannteste Österreicher der Welt heim. Zum inzwischen zehnten Mal hat Arnold Schwarzenegger am Dienstag zum Austrian World Summit in die Hofburg geladen. Das Ziel: Wirtschaftsleute, Amtsträgerinnen und Wissenschaftler zusammenbringen, um gemeinsam die Klimawende voranzubringen.
"We Are Unstoppable" lautet das Motto der Veranstaltung — wir sind nicht aufzuhalten. Was angesichts der prominenten Gäste, die Schwarzenegger diesmal im Schlepptau hatte, fast trotzig klingt: Kamala Harris, ehemalige US-Vizepräsidentin und Präsidentschaftskandidatin, und ihr "Running Mate", der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz wurden in der Hofburg mit kräftigem Applaus begrüßt.
"Unstoppable" waren sie bekanntlich dennoch nicht. Denn im Weißen Haus sitzt nicht Harris, sondern jene Regierung, die Harris in Wien als die "gefühlloseste, korrupteste und inkompetenteste" in der Geschichte der Vereinigten Staaten bezeichnet.
Doch der Wandel, so Schwarzeneggers These, warte nicht auf Washington. In Norwegen fahren 96 Prozent aller neu verkauften Autos elektrisch. China, der weltgrößte CO₂-Emittent, errichtet in großem Stil Solaranlagen, Windräder und Atomkraftwerke. Letztere sieht Schwarzenegger im Gegensatz zu seinem Heimatland nämlich als Teil der Lösung für die Klimakrise.
Als er 2003 Gouverneur von Kalifornien wurde, brauchte der Bundesstaat ein volles Jahr, um ein Gigawatt an erneuerbarer Energie zu installieren. Jetzt, 22 Jahre später, komme die gleiche Menge alle 15 Stunden hinzu. "This is what unstoppable looks like", schließt Schwarzengger.
Auf dem Podium sitzen dann drei US-Leute – der CNN-Moderator Elex Michaelson, Schwarzenegger und Harris – und es dauert nicht lange, bis das Gespräch innenpolitisch wird. Der Krieg gegen den Iran, der die Benzinpreise in die Höhe trieb und den durchschnittlichen US-Haushalt laut Harris 500 Dollar extra kostet. Die Frage, ob dieser Krieg auch unter einer Präsidentin Harris ausgebrochen wäre. "Führen wir jetzt wirklich diese Unterhaltung?", fragt sie – und beantwortet sie dann doch: Nein, wäre er natürlich nicht.
An die Nicht-Amerikaner im Saal richtet Harris den Appell, die aktuelle Regierung nicht mit dem amerikanischen Volk gleichzusetzen. "2024 stimmte ein Drittel des Wahlvolks für den aktuellen Präsidenten, ein Drittel für uns, und ein Drittel beteiligte sich nicht an der Wahl", sagte die ehemalige Vizepräsidentin. Zwei Drittel
📌 Kaynak
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