GKV zu Nina Warkens Gesundheitsreform: Krankenkassen fordern noch strengeren Sparkurs

🏥 Sağlık 📰 Germany 🕐 4 saat önce
GKV zu Nina Warkens Gesundheitsreform: Krankenkassen fordern noch strengeren Sparkurs

Nina Warkens Sparpaket stößt auf heftigen Widerstand – in der Opposition, in den Bundesländern, bei Ärzten und Pharmakonzernen. Die Kassen indes fordern für stabile Beiträge noch mehr ein.

Krankenkassenkärtchen: Pharmabranche soll aus Sicht der Kassen mehr für Milliardenloch zahlen

Angesichts immenser Finanzlücken in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dringt der Spitzenverband auf schärfere Einschnitte als bislang geplant. »Es muss aufgestockt werden«, sagte Verbandschef Oliver Blatt mit Blick auf das aktuelle Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im brandenburgischen Kremmen.

Eine Mehrbelastung für Beitragszahler, Patientinnen und Patienten soll es nach dem Willen von Blatt allerdings nicht geben. Vor allem der Bund und die Pharmabranche müssten mehr zur Finanzierung der bisherigen Finanzlücken beitragen, sagte er. »Wir wünschen uns einen größeren Puffer«, sagte Blatt. So solle vermieden werden, dass es am Ende ein Beitragstabilisierungsgesetz gebe und dennoch die Zusatzbeiträge steigen.

Die Kassen fordern unter anderem eine stärkere Mitfinanzierung der Krankenkosten für gesetzlich versicherte Bürgergeldbezieher aus dem Bundeshaushalt . Auch die Pharmabranche solle mehr in die Pflicht genommen werden, sagte Blatt mit Blick auf Rabattregeln.

Die Übernahme der vollen Kosten für Bürgergeldbezieher aus dem Bundeshaushalt hat die Regierung aus Kostengründen abgelehnt. Auch die Pharmalobby läuft Sturm gegen die aktuellen Sparpläne. Die Branche hat bereits angekündigt, Investitionen zu streichen und damit gedroht, dass sich die medizinische Versorgung verschlechtern könnte. Auch andernorts treffen die Reformvorschläge auf Widerstand. Bundesländer und Krankenhausbetreiber befürchten ein Klinksterben, Arztpraxen um ihre Vergütung, Gewerkschaften bangen um die Finanzierung der Tarifsteigerungen für ihre Beschäftigten.

Verbandschef Blatt sprach nun von einer hohen Ausgabendynamik auch im ersten Quartal 2026. An der Reform führe kein Weg vorbei, auch wenn es allen Beteiligten wehtue, sagte der Verbandschef. Die Leistungsausgaben seien von Januar bis Ende März um acht Prozent gestiegen und damit stärker als angenommen. Kostentreiber seien erneut die großen Ausgabenblöcke für Klinikbehandlungen (plus 9,4 Prozent), Arzneimittel (6,4 Prozent) und Behandlungen in Praxen (7,3 Prozent) gewesen.

Gesundheitsministerin Warken hatte angesichts der jüngsten vorläufigen Zahlen angekündigt, dass das Sparziel im Gesetz angehoben werden soll, um Beitragserhöhungen im nächsten Jahr zu verhindern. Sie erwartet, dass die Lücke im Jahr 2027 noch um 3,5 Milliarden Euro auf 18,8 Milliarden Euro wächst. Der bisherige vom Kabinett verabschiedete Sparplan deckt aber nur 16,3 Milliarden Euro ab. Für 2,5 Milliarden Euro muss also noch eine Lösung

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