Ebola-Ausbruch in Westafrika: Zehntausende Kontakte von Ebola-Infizierten noch nicht identifiziert

🏥 Sağlık 📰 Germany 🕐 2 saat önce
Ebola-Ausbruch in Westafrika: Zehntausende Kontakte von Ebola-Infizierten noch nicht identifiziert

Das Rote Kreuz hat vor einem langen Kampf gegen den Ebola-Ausbruch gewarnt. Laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde könnte dieser unbekannte Ausmaße annehmen.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte bis zu einem Jahr dauern, so das Rote Kreuz. Die Bekämpfung gestaltet sich schwierig aufgrund von Vertrauenskrisen und kulturellen Barrieren. Die afrikanische Gesundheitsbehörde konnte bisher zehntausende Kontakte von Infizierten nicht ermitteln. Die Weltgesundheitsorganisation meldet 808 Ebola-Fälle und 192 Todesfälle in der Region. Die Bundesregierung stellt weitere 13 Millionen Euro zur Eindämmung des Ausbruchs bereit.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte nach Einschätzung des Roten Kreuzes bis zu einem Jahr lang dauern. Wie Bruno Michon von der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) sagte, hat die Infektion ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Michon sprach von verschiedenen Schwierigkeiten, die die Bekämpfung des Ausbruchs erschwerten. Das sei zum einen eine Vertrauenskrise. Es gebe noch immer Menschen, die glaubten, die Krankheit sei erfunden worden, um mehr Geld aus dem Ausland zu bekommen. Andere empfänden Beerdigungen unter besonderen Schutzvorrichtungen als Angriff auf Kultur und Tradition und nicht als Maßnahme zum Schutz der Familien. Die Maßnahmen sind notwendig, da das Virus von Leichen übertragen werden kann.

Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde konnten bislang zehntausende Kontakte von Infizierten noch nicht ermittelt werden. Wenn der Ausbruch nicht bald gestoppt werde, drohe er schlimmer zu werden als alle, die man zuvor in Westafrika und dem Osten der Demokratischen Republik Kongo gesehen habe, sagte der Chef des Africa Centre for Disease Control and Prevention (Africa CDC), Jean Kaseya.

Er bezog sich dabei auf einen Ausbruch im Kongo und auf die Ausbrüche in Guinea, Liberia und ⁠Sierra ​Leone im Zeitraum von 2014 bis 2016. Durch diese hatten mehr als 11.000 Menschen ihr Leben verloren.

Ursula Langkamp, die Landesdirektorin der Welthungerhilfe in der Demokratischen Republik Kongo forderte eine Intensivierung von Maßnahmen für Tests und Kontaktnachverfolgungen. Es brauche wesentlich mehr finanzielle Mittel, deutlich mehr Gesundheitspersonal und eine bessere medizinische Ausstattung, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Eine neue Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass in der Demokratischen Republik Kongo inzwischen 808 Ebola-Fälle erfasst und bestätigt wurden, hinzu kommen 192 Todesfälle. Besonders von dem Ausbruch betroffen sind die Provinzen Ituri und Nord-Kivu. Sie befinden sich im Osten des Landes.

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📌 Kaynak

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