News des Tages: Volkswagen-Chefs pessimistisch, Schiedsrichter und das »White Power«-Symbol, Elon Musk, ZDF
Der VW-Vorstand hält den eigenen Konzern für existenzgefährdet, ein Videoschiedsrichter äußert sich zum »White Power«-Symbol, und Elon Musk sieht sich vom ZDF verleumdet. Das ist die Lage am Dienstagabend.
Volkswagen – warum zweifelt der eigene Vorstand an der Zukunft des Konzerns?
Schiedsrichter im Kreuzfeuer – wie äußert sich Shaun Evans nach dem Deutschlandspiel zur »White Power«-Geste?
Elon Musk – was wirft der reichste Mensch der Welt dem ZDF vor?
In Wolfsburg sorgt ein 177-Seiten-Papier für helle Aufregung, ein Transformationskonzept der Beratungsfirma BCG. Darin wurden acht Konzernvorstände von Volkswagen, der heutige Porsche-Chef Michael Leiters sowie VW-Aufsichtsratsmitglieder in einer internen »Belief Audit«-Umfrage befragt. Sie zeichneten Ende 2025 ein deprimierendes Bild, wie mein Kollege Michael Freitag vom manager magazin exklusiv berichtet: Die Konzernspitze hält die Lage ihres Unternehmens mehrheitlich für extrem kritisch, sechs von neun Vorständen halten den Konzern sogar für existenzgefährdet. (Lesen Sie hier mehr.) Einig ist man sich primär darin, dass ein grundlegender Umbau des Geschäftsmodells nötig ist; das bisherige Prinzip, Autos in Deutschland zu entwickeln, in Europa zu bauen und weltweit zu verkaufen, gilt als überholt. Auch die Strategien für China und Nordamerika wurden einhellig als nicht nachhaltig bewertet.
Gleichzeitig herrscht Uneinigkeit über den Kurs: Im Vorstand wie im Aufsichtsrat wird der Zusammenhalt als schwach beschrieben. Wirtschaftlich bleibt die Lage angespannt, mehrere Marken schwächeln. CEO Oliver Blume treibt daher einen harten Sparkurs voran, stellt Werke infrage und plant Kostensenkungen in Milliardenhöhe sowie deutlich reduzierte Investitionen. Doch selbst zentrale Planungen und Beschlüsse stoßen intern auf Zweifel und werden nachträglich überprüft.
So alarmierend die Befragung auf den ersten Blick aussieht, so sehr sollte man sich klarmachen, was die Antworten womöglich bezwecken sollen. Der VW-Vorstand soll schon länger versuchen, mit der Drohung von Werksschließungen Druck auf die Arbeitnehmer auszuüben. Vier deutsche Werke stehen als zu teuer zur Disposition. Bis 2030 darf VW Beschäftigte aber nicht betriebsbedingt kündigen, bei Audi gilt diese Beschäftigungssicherung bis 2033.
Vielleicht sollten die vermeintlich ehrlichen Antworten der Vorstandsumfrage den Druck auf die Arbeitnehmer nur noch weiter erhöhen.
Lesen Sie hier mehr: Volkswagen-Bosse halten Konzern laut Recherche für existenzgefährdet
Wir leben in einer Zeit, in der Minisequenzen aus dem Leben maximale Wirkung entfalten können. Merz’ Äußerung im brasilianischen Belém, man lebe in Deutschland »in einem der schönsten Länder der Welt « wurde sofort als arrogant interpretiert und gilt seither als Beleg dafür, wie schlecht der Kanzler g
📌 Kaynak
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