Spritpreise: Diesel und E10 nähern sich Niveau vor Irankrieg an

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Spritpreise: Diesel und E10 nähern sich Niveau vor Irankrieg an

Am Montag kostete Diesel nur noch sieben Cent mehr als vor dem Irankrieg, E10 etwa neun Cent. Wenn der Tankrabatt in zwei Wochen ausläuft, könnten die Preise wieder steigen. Trotzdem sind Experten froh über das Ende der Maßnahme.

Kunde beim Tanken: Nur noch wenige Euro mehr als vor dem Irankrieg

Die Spritpreise in Deutschland sinken nach der Einigung zum Irankrieg und nähern sich den Werten vor Kriegsbeginn an. Am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,816 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren zwar nur 1,3 Cent weniger als am Vortag, es war aber bereits der siebte Tag mit Rückgängen in Folge. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 0,9 Cent auf 1,868 Euro.

Damit war Diesel am Montag nur noch sieben Cent pro Liter teurer als am letzten Tag vor Kriegsbeginn, E10 um neun Cent. Auf eine Tankfüllung von 50 Litern gerechnet sind das 3,50 beziehungsweise 4,50 Euro. In der Spitze hatte sich Diesel um mehr als 70 Cent pro Liter verteuert, E10 um mehr als 40 Cent.

Zudem deuten auch die Zahlen vom Dienstagmorgen auf weiter sinkende Preise hin – diese sind zwar ein Indiz für die weitere Preisentwicklung, der Tagesdurchschnitt kann aber von ihnen abweichen. Seit Einführung der Zwölf-Uhr-Regel ist Sprit am Morgen und Vormittag typischerweise eher billig. Mittags machen die Preise dann einen Sprung nach oben und werden im Verlauf des Nachmittags wieder günstiger.

Zuletzt sind die Ölpreise deutlich gesunken – auch weil die Zeichen im Nahen Osten auf Entspannung stehen. Der ADAC hatte allerdings moniert, dass dies nur langsam bei den Verbrauchern ankomme.

Dass die Spritpreise inzwischen wieder dem Vorkriegsniveau nahe kommen, liegt auch am Tankrabatt der Bundesregierung, der die Steuern pro Liter um 16,7 Cent senkt. Er gilt noch bis zum Ende des Monats und soll nicht verlängert werden. Dann drohen Autofahrern wieder höhere Preise.

Nach Einschätzung der Monopolkommission ist der Tankrabatt »zu einem großen Teil, aber nicht vollständig« bei den Verbrauchern angekommen. In einer ersten Bilanz von Dienstag schätzt das unabhängige Beratergremium der Bundesregierung, dass von den 16,7 Cent Steuererleichterung pro Liter je nach Kraftstoff zwischen 15 und 16 Cent weitergegeben wurden. Von den insgesamt 1,6 Milliarden Euro der Steuersenkung kommen demnach 100 bis 200 Millionen nicht bei den Verbrauchern an.

Anzeige an Tankstelle in Berlin (14. Juni): Preise unterscheiden sich stark nach Region

Für die Auswertung verglichen die Experten der Monopolkommission die Spritpreise in Deutschland und Frankreich – sie schätzten die Lücke dabei nach eigenen Angaben konservativ, sie könnte also noch größer sein.

Auch das Münchner Ifo-Institut geht von einer unvollständigen Weitergabe aus – insbesondere bei Diesel. »Ein Teil der 1,6 Milliarden Euro, die der Tankrabatt den

📌 Kaynak

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