Russisches Kriegsschiff setzt Warnschüsse im Ärmelkanal ab
Im Ärmelkanal ist es zu einem Vorfall mit einem russischen Kriegsschiff gekommen: Wie der Kreml bestätigte, feuerte die »Admiral Grigorowitsch« Warnschüsse ab, nahe einer britischen Jacht.
Russland hat Warnschüsse eines seiner Kriegsschiffe gegen eine Jacht im Ärmelkanal bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, eine unter britischer Flagge fahrende Segeljacht habe sich der Fregatte »Admiral Grigorowitsch« gefährlich genähert. Die russische Besatzung habe zunächst Signalraketen abgefeuert und akustische Signale abgegeben, »um die Aufmerksamkeit der Jacht-Besatzung zu erlangen«.
»Trotz dieser Maßnahmen hat das Schiff seine gefährliche Annäherung fortgesetzt«, hieß es vom Verteidigungsministerium in Moskau weiter. Der Kommandeur der russischen Fregatte habe deswegen entschieden, mit Waffen kleinen Kalibers »in Richtung des Schiffs zu schießen«. Daraufhin habe die Jacht mit dem Namen »Bright Future« ihren Kurs geändert und sich vom russischen Kriegsschiff entfernt.
Zuvor war aus britischen Verteidigungskreisen verlautet, die Besatzung der Jacht habe die Warnschüsse gemeldet. Der Vorfall soll sich rund 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight ereignet haben.
Bereits am Montag hatte die Marine mitgeteilt, zwei britische Schiffe hätten die »Admiral Grigorowitsch« im Ärmelkanal westlich von Brest in Frankreich beschattet.
Am Sonntag hatte das britische Militär einen mit Sanktionen belegten Öltanker der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal geentert. Es war der erste Einsatz dieser Art, der darauf abzielt, russische Einnahmen aus Ölgeschäften zu unterbinden, mit denen die Regierung in Moskau ihren Krieg in der Ukraine finanziert.
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