Kriegswaffen: Landminen verseuchen laut Uno mindestens 58 Länder und Gebiete
Mehr als 5.000 Menschen sind im Jahr 2025 durch Minen getötet oder verletzt worden. Die UN wirbt dafür, Minen zu räumen und solche Waffen nicht mehr herzustellen.
Mindestens 58 Staaten und Gebiete sind mit Landminen verseucht, so ein Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte. Länder wie Polen, Finnland und die Ukraine sind aus dem internationalen Vertrag über das Verbot von Landminen ausgestiegen. Die Staaten mit den höchsten Opferzahlen im Jahr 2024 waren Myanmar, Syrien und Afghanistan. Landminen verursachen oft Amputationen von Beinen oder Füßen, offene Wunden und Verletzungen der Hände und Arme. Im Jahr 2024 wurden mindestens 945 Menschen durch Landminen getötet und 4.325 verletzt, hauptsächlich Zivilisten.
Mindestens 58 Staaten und Gebiete sind mit Landminen verseucht. Das geht aus einem Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte hervor. Es sei unerlässlich, »dass sich alle Staaten erneut dazu verpflichten, die Produktion, den Einsatz und die Weitergabe dieser Waffen zu beenden und ihre Zusammenarbeit bei der Räumung bereits verlegter Minen zu intensivieren«, erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk.
Zuletzt waren Länder wie Polen, Finnland und die Ukraine aus dem internationalen Vertrag über das Verbot von Landminen ausgestiegen. Im Februar hatte Polen angekündigt, seine Ostgrenze mit Landminen schützen zu wollen.
Die Staaten mit den höchsten Opferzahlen im Jahr 2024 waren dem Bericht zufolge Myanmar, Syrien und Afghanistan, gefolgt von der Ukraine, Nigeria, Mali, dem Jemen und Burkina Faso. Der Bericht fasst unter anderem Studien zusammen, die die Art der Verletzungen durch Minen bei Überlebenden beleuchten. Demnach ergeben sich drei Hauptkategorien: Bei Personen, die auf eine Mine getreten sind, müssen oft Beine oder Füße amputiert werden, Menschen in unmittelbarer Nähe erleiden offene Wunden durch Teile einer explodierten Mine, und beim Umgang mit Minen treten Verletzungen der Hände und Arme auf. Über alle drei Kategorien seien zudem Augenverletzungen oder Erblindung sowie Hörverlust verbreitet.
Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2024 mindestens 945 Menschen durch Landminen und explosive Kriegsmunitionsreste getötet und 4.325 weitere Menschen verletzt. 90 Prozent von ihnen waren demnach Zivilisten.
In einer separaten Erklärung teilte die Internationale Kampagne zur Ächtung von Landminen (ICBL) mit, dass Minen und explosive Kriegsmunitionsreste im Jahr 2025 mehr als 5.000 Menschen getötet oder verletzt hätten; auch hier handelte es sich bei der überwiegenden Mehrheit um Zivilisten.
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