Iran: Irans Justiz plant laut Bericht Strafen für regimekritische WM-Fans
Zuschauer nutzten das Spiel Iran gegen Neuseeland für politischen Protest. Zur Nationalhymne ertönten Pfiffe. Irans Justiz will offenbar rechtliche Schritte einleiten.
Iran plant, gegen regimekritische Fußballfans vorzugehen, die beim WM-Spiel gegen Neuseeland für Unruhe sorgten. Identifiziert und bestraft werden sie für Slogans und die Missachtung der Nationalhymne. Die Justiz droht mit Vermögensbeschlagnahmung und weiteren Strafen. Politische Botschaften und Protestaktionen prägten das Spiel, inklusive lauter Pfiffe zur Nationalhymne und kontroverser Banner. Die Fifa zog die alte iranische Flagge mehrfach ein, während Fans ihre Ablehnung deutlich zeigten. Die Aktionen werden als Kritik an der Regierung und vergangenen Gewalttaten interpretiert.
Der Iran will einem Bericht zufolge gegen iranische Fußballfans vorgehen, die beim WM‑Spiel gegen Neuseeland regimekritische Slogans gerufen und die Nationalhymne missachtet haben sollen. Iranische Behörden hätten bereits »eine erhebliche Zahl« dieser Fans identifiziert, meldete das dem iranischen Sicherheitsrat nahestehende Nachrichtenportal Nour News. Gegen sie würden nun rechtliche Schritte eingeleitet und Strafen verhängt.
Unter anderem drohe den regimekritischen Fans die Beschlagnahmung ihrer Vermögenswerte im Iran, meldete Nour News auf Telegram. Die Justiz wolle auch bei den nächsten beiden WM‑Gruppenspielen der iranischen Nationalmannschaft gegen die »Störenfriede« rechtliche Schritte einleiten und ähnliche Strafen verhängen.
Das Spiel gegen Neuseeland in der Nacht zum Dienstag war das WM-Auftaktspiel für Irans Nationalelf. In dem riesigen Stadion in Los Angeles versammelten sich auf den Zuschauertribünen Anhänger und Gegner der iranischen Regierung. Einige nutzten Banner und Slogans, um politische Botschaften zu senden.
Zu sehen waren sowohl die aktuelle iranische Fahne als auch die ältere aus der Zeit vor der Islamischen Revolution. Letztere ist mit dem Symbol eines Löwen und einer Sonne geschmückt und gilt als Symbol der iranischen Opposition, die in der südkalifornischen Diaspora viele Anhängerinnen und Anhänger hat. Die Fifa ist per Gerichtsbeschluss berechtigt, die alte Flagge einzuziehen, was während des Spiels mehrfach geschah. Während der iranischen Nationalhymne waren zudem laute Pfiffe zu hören. Einige Fans senkten demonstrativ ihre Daumen als Zeichen der Ablehnung.
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Oft fotografiert wurde zudem ein Banner mit der Aufschrift »42.000 #IranMassacre«. Die Botschaft wurde als Hinweis auf die gewaltsame Niederschlagung der Proteste in Teheran Anfang des Jahres mit Tausenden Toten verstanden. Eine andere Kleingruppe zeigte ein Plakat mit der Aufschrift »Minab168« – eine Anspielung auf d
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