WM 2026: Iraks Aymen Hussein trotzt allen Schicksalsschlägen

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WM 2026: Iraks Aymen Hussein trotzt allen Schicksalsschlägen

Nach Schicksalsschlägen war Aymen Hussein kurz davor, seine Karriere zu beenden. Dann schoss er Irak erstmals seit 40 Jahren wieder zur WM - und dort zum zwischenzeitlich Ausgleich gegen Norwegen. [ mehr ]

Nach mehreren Schicksalsschlägen war Aymen Hussein kurz davor, seine Karriere zu beenden. Dann schoss er den Irak erstmals seit 40 Jahren wieder zur WM - und dort zum zwischenzeitlich Ausgleich gegen Norwegen.

Es läuft die 39. Minute. Nach einem wunderbar herausgespielten Angriff chippt Amir Al-Ammari den Ball gefühlvoll auf den zweiten Pfosten. Dort steigt Aymen Hussein hoch. Er springt höher als seine Gegenspieler, er steht quasi in der Luft. Wenig später liegt der Ball nach einem präzisen Kopfball im rechten Eck.

Es ist der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleichstreffer des Irak im WM-Auftaktspiel gegen Norwegen. Am Ende reicht es gegen die favorisierten Skandinavier nicht zum Punktgewinn, Hussein und sein Team verlieren mit 1:4. Die Aufgaben in Gruppe I werden mit Frankreich und dem Senegal nicht leichter, das Erreichen der K.o.-Phase ein Kraftakt. Und doch hat dieser Auftritt etwas hinterlassen: Zuversicht. Und das verkörpert kaum jemand so sehr wie Aymen Hussein.

Denn die Lebensgeschichte des 30-Jährigen ist außergewöhnlich. Vor allem außergewöhnlich traurig. Denn bei Hussein stehen in erster Linie nicht Tore und Titel im Mittelpunkt, sondern Verlust und Leid. Der Nationalstürmer verlor als Kind seinen Vater, der von der Terrororganisation Al-Qaida ermordet wurde.

"Er ging einkaufen, um Baumaterialien für unser neues, im Bau befindliches Haus zu besorgen. Wenige Stunden später erhielten wir einen Anruf mit der Nachricht: Ihr Vater wurde getötet und seine Leiche befindet sich im Krankenhaus", berichtete Hussein vor dem Turnier im Interview des Senders Al Jazeera.

Hussein war damals gerade einmal zwölf Jahre alt. "Zuerst konnten wir es nicht glauben. Doch dann gingen wir ins Krankenhaus und fanden dort den Leichnam meines Vaters vor. Es war eine Katastrophe für uns alle", erzählte er weiter. Nur wenige Jahre später folgte der nächste Schicksalsschlag: Sein Bruder wurde vom sogenannten "Islamischen Staat" entführt. "Seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört", sagt Hussein. Der Verbleib seines Bruders ist bis heute ungeklärt.

Aymen Hussein beschloss zu diesem Zeitpunkt, "mit dem Fußballspielen aufzuhören, um für meine Familie zu sorgen". Doch seine Mutter bat ihn, weiterzuspielen. Und Hussein tat es - und wie: Mittlerweile hat der kopfballstarke Angreifer neben der Zeit in der Heimat auch in Tunesien, Marokko, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar gespielt. In der irakischen Premier League wurde er zweimal Torschützenkönig, mit Al-Jawiya gewann er 2021 das Double.

Noch beeindruckender ist sein Weg im Nationaltrikot. Mit 19 Jahren debütier

#war

📌 Kaynak

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