Bundeswehr: Bundeswehr plant mehr Projekte mit Tierversuchen

🔬 Bilim 📰 Germany 🕐 3 saat önce
Bundeswehr: Bundeswehr plant mehr Projekte mit Tierversuchen

Seit Jahren setzt die Bundeswehr Ratten, Esel und Schweine ein, um Soldaten für Notfälle auszubilden. Die Forschung an Tieren wird laut Verteidigungsministerium zunehmen.

Die Bundeswehr plant verstärkten Einsatz von Tieren und Tierversuchen für die Ausbildung von Soldaten. Trotz Einhaltung strenger Tierschutzvorgaben sollen mehr Projekte mit Tieren durchgeführt werden. Konkrete Zahlen zu Versuchstieren bleiben geheim, doch bisher wurden vor allem Ratten und andere Tiere für medizinische Forschungszwecke genutzt. Kritik an den Plänen kommt von der Linken, die einen gesellschaftlichen Ausstiegsplan fordert. Trotz rückläufiger Zahlen insgesamt bleibt der Einsatz von Tieren in der Forschung umstritten.

Die Bundeswehr will in den nächsten drei Jahren verstärkt Tiere und Tierversuche einsetzen, um Soldaten für Notfälle auszubilden. Tierversuche gibt es bei der Bundeswehr seit Jahrzehnten – etwa um Erkenntnisse zur Behandlung verletzter Soldatinnen und Soldaten zu sammeln. In Zukunft erwartet das Bundesverteidigungsministerium mehr Projekte, in denen Tiere verwendet oder getötet werden.

»Aufgrund der hohen Komplexität der Fragestellungen und vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage ist bis zum Jahr 2029 mit einem Anstieg entsprechender Forschungsvorhaben zu rechnen«, zitierte die Nachrichtenagentur dpa aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion. Die Rheinische Post hatte zuerst darüber berichtet.

Das Ministerium verwies darauf, dass die gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz bei den Tierversuchen strikt eingehalten würden. Zudem würden Leitlinien verfolgt, die darauf abzielen, Tierversuche zu ersetzen, weniger Versuchstiere zu verwenden und bei ihnen Schmerzen und Stress zu minimieren. Konkrete Zahlen zu Versuchstieren in den Jahren 2020 bis 2025, nach denen die Linkspartei gefragt hatte, würden jedoch »im Hinblick auf das Staatswohl« als Verschlusssache gewertet, teilte das Ministerium demnach mit.

Nach früheren Angaben des Ministeriums gab es 2019 knapp 400 Versuchstiere in Einrichtungen der Bundeswehr, vor allem Ratten. Demnach erprobten Mediziner beispielsweise mithilfe von Mäusen Therapieansätze bei Hautverletzungen, sie untersuchten Folgeschäden von Nierenverletzungen am Schwein und übten chirurgische Maßnahmen an Mäusen, Ratten und Meerschweinen. In die Zahlen fallen auch Diensthunde, die bei Lehrgängen zur Ersten Hilfe zum Einsatz kommen, sowie Esel und Maultiere in Lehrgängen für Tierärzte.

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In den vergangenen Jahrzehnten wurden jährlich jeweils einige Hundert Versuchstiere erfasst. Nach früheren Tierschutzberichten der Bundesregierung lagen die Zahlen bis in die Neunzigerjahre deutlich über 1.000, Mitt

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