Südafrikanische Bewegung March and March fordert mehr Härte gegen Migranten

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Südafrikanische Bewegung March and March fordert mehr Härte gegen Migranten

Bei einer Kundgebung in Kapstadt blieb der große Protest zwar aus. Doch die Spannungen im Land wachsen

Bei einer Kundgebung in Kapstadt blieb der große Protest zwar aus. Doch die Spannungen im Land wachsen

Bis zu 500 Demonstranten hatten die Organisatoren der südafrikanischen Bewegung March and March für ihren Protest gegen undokumentierte Migranten an Kapstadts Promenade angekündigt. Die Polizei ist entsprechend mit zwölf, teils gepanzerten Einsatzfahrzeugen angerückt. Doch als die Kundgebung um 9 Uhr beginnen soll, sind nicht einmal die Organisatoren da.

Letztlich finden sich doch noch 37 Aktivisten ein, die mit Megafon und Sprechchören gegen illegal eingereiste Migranten mobilisieren. Die Organisation, die ein härteres Vorgehen gegen illegale Einwanderung fordert, hat der Regierung ein Ultimatum bis zum 30. Juni gestellt. Nach ihren Vorstellungen sollen Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere das Land bis dahin verlassen oder abgeschoben werden. Gemeint sind dabei vor allem Migranten aus anderen afrikanischen Ländern wie Simbabwe oder Nigeria.

Die kleine Kundgebung in Kapstadts wohlhabendem Küstenviertel steht allerdings in scharfem Kontrast zu den Spannungen, die sich andernorts im Land aufbauen. Dort gingen zuletzt Tausende bei ähnlichen Demonstrationen auf die Straße. In Mossel Bay kamen mehrere Menschen bei Ausschreitungen ums Leben, aus anderen Orten wurden Einschüchterungen, Drohungen und Angriffe auf Migranten gemeldet. In Kleinmond suchten Dutzende Menschen aus Malawi und Mosambik Schutz in einer Stadthalle, nachdem aufgebrachte Gruppen sie zum Verlassen ihrer Siedlungen aufgefordert hatten.

Offiziell distanziert sich March and March von Gewalt. "Wenn jemand Gewalt anwenden will, muss er unsere Bewegung verlassen", sagt Mario Stewart, 59, einer der Teilnehmer der Kundgebung. Kurz zuvor war ein Passant, der nach eigenen Angaben lediglich "eine alternative Sichtweise" aufzeigen wollte, nach einer lautstarken Auseinandersetzung von der Gruppe verdrängt worden.

Stewart verteidigt die Bewegung dennoch. Er spricht von fehlenden Arbeitsplätzen, Schulplätzen und Wohnungen für Südafrikaner. Migranten müssen auch am Kap für vieles als Sündenböcke herhalten. Südafrika steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Krise. Die Arbeitslosigkeit gehört zu den höchsten der Welt. Krankenhäuser sind überlastet, Schulen überfüllt, Kommunen chronisch unterfinanziert.

Hinzu komme, so Stewart, eine seiner Ansicht nach hohe Kriminalität unter afrikanischen Migranten. Belastbare Zahlen kann er nicht nennen. Die Datenlage zu diesem Thema ist erstaunlich dünn – wie auch zur Frage, wie viele der geschätzt drei Millionen Migranten im Land undokumentiert sind. "Wir ha

#war

📌 Kaynak

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