Stalin, Mao, Hamas - Was in der Linksjugend sagbar ist

🔬 Bilim 📰 Germany 🕐 3 saat önce
Stalin, Mao, Hamas - Was in der Linksjugend sagbar ist

Funktionäre und Vorstandsmitglieder der Linksjugend inszenieren Stalin, Mao und die DDR als Vorbilder. In einem internen Forum und in Chats verbreiten sie zudem antisemitische Parolen. Das zeigen BR -Recherchen.[ mehr ]

Funktionäre und Vorstandsmitglieder der Linksjugend inszenieren Stalin, Mao und die DDR als Vorbilder. In einem internen Forum und in Chats verbreiten sie zudem antisemitische Parolen. Das zeigen BR-Recherchen.

Zwei Personen halten eine Flagge in der Hand, darauf das Staatswappen der DDR, mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Sie stehen in einer Gruppe von rund 30 jungen Menschen, viele von ihnen haben Palästinensertücher um den Hals gelegt. Einige halten die geballte Faust in die Kamera. Das Foto ist beim Bundeskongress der Jugendorganisation der Linkspartei im April entstanden.

Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR) zeigen, dass Funktionäre der Linksjugend Josef Stalin, Mao Zedong und die DDR verherrlichen. Zugleich verbreiten Amtsträger des Jugendverbands antisemitische Aussagen und verharmlosen die Terrormiliz Hamas. Das belegen Posts in Sozialen Netzwerken, Veranstaltungsfotos, Beiträge in Chatgruppen sowie im internen Forum der Linksjugend, in das BR Recherche exklusiv Einblick nehmen konnte.

Die Linksjugend verzeichnet starken Mitgliederzuwachs; seit 2024 hat sich ihre Mitgliederzahl fast verdoppelt. Derzeit zählt sie rund 14.300 Mitglieder. Beim Bundeskongress wählte sie 30 Delegierte für den Bundesparteitag der Linken, der an diesem Wochenende in Potsdam stattfindet. Bei dem Linksjugend-Bundeskongress hing die Flagge mit dem DDR-Staatswappen an der Wand. Nach BR-Informationen schritten weder Tagungsleitung noch Bundesvorstand ein.

Die Parteichefs haben einen Antrag für den Bundesparteitag im Juni vorgelegt. mehr

Eine wichtige Rolle spielt der Bundesarbeitskreis "Agitationspropaganda", kurz BAK Agitprop. Auf der Linksjugend-Website stand bis vor Kurzem, der BAK wolle die Jugend "radikalisieren". Auf Instagram verbreitet er Bilder von Stalin, Mao und Erich Honecker und verortet sich in der "Tradition realsozialistischer Staaten wie der DDR". Im Arbeitskreis sind zu dem Zeitpunkt Funktionäre aus mehreren Landesvorständen aktiv.

Etwa Finn P., Landessprecher der Linksjugend Hamburg, der im Verbandsforum schreibt: "Lang Lebe Stalin!" und "Lang Lebe Honecker!". Nila K., Landessprecherin der Linksjugend Baden-Württemberg, ist nach BR-Recherchen Mitgründerin des BAK Agitprop und gehört zur Leitung des sogenannten Zentralkomitees des Arbeitskreises. Im internen Forum nennt K. den Arbeitskreis "stalinistisch".

Nach BR-Anfragen an Linksjugend, Funktionäre und BAK Agitprop löst sich der Arbeitskreis am 1. Juni auf. Auf Instagram löschte er alle Posts.

Einen Tag nach der Auflösung des BAK Agitprop antwortet dessen "Zentralkomitee" dem BR ausführlich.

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📌 Kaynak

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