Elbvertiefung: Der tägliche Newsletter aus Hamburg: Wenn 600 Schiffe durch ein Nadelöhr wollen

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Die Elbvertiefung am Mittwoch – Mit dem Boom bei Wärmepumpen, einem Drohnenflugverbot und dem Siegeszug der Schiffscontainer

Im Hamburger Hafen sind TEUs das Maß der Dinge: 20-Fuß-Container, die die Welt der Häfen komplizierter machen. Malcolm McLean revolutionierte vor 60 Jahren die Transporte auf See mit dem Standardcontainer. Hamburg war nicht der erste Stopp für McLeans »Fairland«, sondern Bremen. Die Stadt wächst, während Wärmepumpen und Flugverbotszonen die Schlagzeilen beherrschen. Das Ernst Deutsch Theater und die Staatsoper stehen vor der Herausforderung, ihr Stammpublikum zu halten und neue Gäste zu gewinnen.

im Hamburger Hafen ist das hier das Maß der Dinge: eine Twenty-foot Equivalent Unit oder schlicht: ein TEU. So ein TEU entspricht einem 20-Fuß-Container. Doch was für Amerikaner gut und praktisch klingt, klingt für Hamburger eher sperrig. Ein TEU entspricht einem Container mit 6,058 Metern Länge, 2,438 Metern Breite und 2,591 Metern Höhe. Falls diese Zahlen Sie ein bisschen langweilen, lesen Sie bitte weiter! Sie bekommen hier Angeber-Wissen für das nächste Picknick an der Strandperle. Versprochen. Denn in echt ist die Welt der Häfen noch komplizierter. Container ist nicht gleich Container. Es gibt die Stahlboxen in mehreren Größen. Um den Umschlag eines Hafens anzugeben, werden die unterschiedlich großen Boxen und ihr Fassungsvermögen weltweit standardisiert in TEU angegeben. Im Hamburger Hafen wurden voriges Jahr etwa 8,3 Millionen TEU umgeschlagen. Aber Sie ahnen das jetzt schon: Das waren gar nicht 8,3 Millionen physische Behälter, es waren nur 4,9 Millionen. Der Grund: Die meisten Schiffscontainer weltweit sind 40 Fuß lang, sie zählen für zwei.

Erfunden hat den Standardcontainer übrigens Malcolm McLean aus der Kleinstadt Maxton in North Carolina. McLean war Lastwagenunternehmer und stieg später in die Schifffahrt ein. Ihn nervten die Wartezeiten beim Umladen der Waren zwischen Lastwagen und Schiffen. Seine Idee: Säcke, Fässer oder Paletten werden nicht mehr einzeln an Bord geschleppt. Sie werden in Großbehälter gepackt und direkt vom Lkw aufs Schiff verladen. Innerhalb weniger Jahre revolutionierte McLean damit die weltweiten Transporte auf See.

Vor 60 Jahren, im Mai 1966, lief McLeans Stückgutfrachter »Fairland« erstmals Deutschland an. An Bord waren 100 Boxen aus Stahlblech. Mittels eines bordeigenen Ladegeschirrs wurden Container an Land gehievt. Passende Kräne gab es keine. Wer nun glaubt, Hamburg sei bei dieser Premiere weit vorn gewesen – und so was glaubt man in unserer Stadt ja gerne –, der irrt. Die »Fairland« wählte den Bremer Überseehafen als ersten Stopp im Land. Als Hamburgerin denke ich: Man muss da auch gönnen können.

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📌 Kaynak

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