Altersvorsorge statt Eigenheim: Worauf Jungakademiker finanziell setzen
Das Sicherheitsbedürfnis der jungen Menschen hat zugenommen, der Umgang mit Geld wird bewusster. Die Vorsorge für später wird zum Lebensbegleiter
Das Sicherheitsbedürfnis der jungen Menschen hat zugenommen, der Umgang mit Geld wird bewusster. Die Vorsorge für später wird zum Lebensbegleiter
Wer seine Ausbildung an der Universität abgeschlossen hat – oder gerade dabei ist, das zu tun – kann so richtig ins Leben starten. So zumindest die schöne Theorie. In der Praxis ergeben sich viele Fragen: Wo werde ich wohnen? Was kostet mich das? Wie viel Geld werde ich verdienen? Wo finde ich einen Job? In welcher Position kann ich starten? Und dann sind da noch die Themen Geld sparen, Veranlagen, Vorsorgen. Der Start ins unabhängige Leben ist also eher komplex.
Doch wie sieht diese Zielgruppe finanzielle Themen? Worauf bereiten sich Jungakademiker vor? Wie wollen sie sich absichern? Diesen Fragen ist die Finanzberatungsplattform FiP.s nachgegangen. 550 Personen im Alter zwischen 22 und 34 Jahren wurden dafür im Jänner interviewt.
Interessant ist, dass die Jungen bereits sehr stark an die Zukunft denken und auch sichergehen wollen, dass sie es später gut haben werden. Der finanziellen Absicherung im Alter (75,8 Prozent) und der finanziellen Absicherung in Krisenzeiten (68,7 Prozent) schreiben die Jungakademiker demnach den größten Stellenwert zu, wenn es um finanzielle Ziele geht. 16,8 Prozent geben an, bereits jetzt 300 Euro monatlich und mehr für die Altersvorsorge zu sparen. 28,5 Prozent geben an, 50 bis 150 Euro pro Monat zu schaffen. Ein Fünftel (20,9 Prozent) spart aktuell nicht explizit für eine Altersvorsorge.
Einen Unterschied in der Stimmung nimmt Florian Märzendorfer, Geschäftsführer & Co-Founder von FiP.S, beim Thema Immobilien wahr. Jene Gruppe, die eine eigene Immobilie nicht mehr als eigenes, großes Ziel verfolgt, wird nämlich größer. Im Jahr 2020 galt das Ziel "Erwerb einer Immobilie für Wohnzwecke" noch für 71,2 Prozent der Befragten als absolut erstrebenswert, aktuell sind es 61,9 Prozent. Für viele junge Menschen ist laut Märzendorfer das Preisniveau bei Immobilien mittlerweile einfach zu hoch geworden.
Die Inflation ist ebenfalls zu einem Sorgenkind geworden. Dass der Einkauf im Supermarkt spürbar teurer geworden ist, merken viele Menschen. 18,8 Prozent geben an, dass ihre Sorge um das Ersparte aufgrund der Inflation hoch ist. Nur 2,4 Prozent machen sich wegen der Inflation überhaupt keine Sorgen.
Leicht abgenommen hat hingegen die Sorge um die finanzielle Absicherung im Alter. 20 Prozent sind aktuell sehr besorgt, im Vorjahr waren es noch 22,5 Prozent. Märzendorfer führt das darauf zurück, dass sich immer mehr junge Menschen mit dem Thema beschäftigen und daher auch das Gefühl haben,
📌 Kaynak
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