Südafrika: Ab nach ... Kapstadt
Emma macht ihren Master in Kapstadt, fährt nach den Seminaren ins Rugby-Stadion. Bald will sie als Journalistin über die Beziehung zwischen Europa und Afrika berichten.
Emma Neugebauer, 24, studiert Medienwissenschaften an der University of Cape Town und plant, nach ihrem Studium in Brüssel zu arbeiten, um über die Beziehungen zwischen der EU und Afrika zu berichten. Trotz der hohen Studienkosten und Mietpreise in Kapstadt finanziert sie sich durch einen Nebenjob bei einem Medien-Start-up und ein Stipendium. In ihrer Masterarbeit möchte sie untersuchen, wie internationale Medien über Afrika berichten. Neben dem Studium genießt sie das Leben am Clifton Beach und vermisst manchmal deutsche Spezialitäten wie Döner und Mate. Mit südafrikanischen Freund:innen besucht sie Rugbyspiele im Stadion und plant langfristig, nach Kapstadt zurückzukehren, um von dort aus zu arbeiten.
»Seit der achten Klasse wollte ich Journalistin werden, am liebsten Auslandskorrespondentin. Mit 22 war ich für ein Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Südafrika. Dabei ist mir klar geworden, wie wenig in Deutschland über die Subsahara berichtet wird. Das wollte ich ändern. Seit einem Jahr studiere ich Medienwissenschaften in Kapstadt. Das Studium ist anders als in Berlin, wo ich meinen Bachelor gemacht habe. Dort saß ich manchmal mit 50 Kommiliton:innen im Seminar, hier sind wir nur 15. Wir sprechen viel über Postkolonialismus und Machtstrukturen in den Medien. Mein Studium kostet 8.000 Euro pro Jahr, dazu kommen monatlich 552 Euro Miete für mein 25 Quadratmeter großes Apartment. Mit meinem Nebenjob bei einem Medien-Start-up und einem Stipendium komme ich gut aus. Nach der Uni fahre ich oft mit dem Bus zum Clifton Beach, da ist immer was los. Die Leute spielen Volleyball oder grillen Steaks und Boerewors, das sind so Thüringer-Rostbratwurst-mäßige Würstchen. Ich esse lieber Bunny Chow, ein mit Curry gefülltes ausgehöhltes Brot. In meinem Lieblingsrestaurant The Burner gibt es das ab fünf Euro. Ich vermisse manchmal einen Döner oder eine Flasche Mate.
📌 Kaynak
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