Humangenetiker Hengstschläger: "Personalisierte Medizin geht nur mit KI"

🔬 Bilim 📰 Austria 🕐 4 saat önce
Humangenetiker Hengstschläger: "Personalisierte Medizin geht nur mit KI"

Beim Symposium "Impact Lech" diskutieren Nobelpreisträgerin Katalin Karikó, Olympiasieger Marcel Hirscher und KI-Pionier Sepp Hochreiter über die Auswirkungen von KI in der Gesellschaft

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Das Internet vergisst nicht, auch oder gerade wenn man ein renommierter Forscher und Buchautor wie der Genetiker Markus Hengstschläger ist. "Nein, heute quillt mein Handy vor lauter Apps über, ohne sie kann man natürlich gar nichts mehr machen", sagt der Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien mit einem Lachen. Der Hintergrund: Für eine Serie über persönliche Lieblings-Apps im STANDARD hatte Hengstschläger im Jahr 2014 noch angeführt, dass er neben der Mail-App nur eine Parken-App auf dem Handy installiert habe.

Heute, zwölf Jahre später, ist die Welt tatsächlich eine komplett andere. Dass unser Leben in großen Teilen digital stattfindet, ist das eine. Dass die über Jahrzehnte erzeugten und gesammelten Daten von mächtigen KI-Modellen in Sekunden durchforstet und ausgewertet werden können, das andere. Die Gratwanderung zwischen der Begeisterung für die neuen Möglichkeiten – etwa für die Grundlagenforschung – und der Angst vor Negativfolgen ist schmal. In den USA etwa drehte die Regierung kurzerhand das neueste KI-Modell Fable 5 des Entwicklers Anthropic ab, weil es angeblich eine Sicherheitsgefahr für die kritische Infrastruktur im Land sei. Aber auch die Angst vor einem Job-Kahlschlag durch Künstliche Intelligenz ist groß.

In der medizinischen Genetik wiederum überwiegen für Hengstschläger eindeutig die Vorteile. Denn durch die heute mögliche Analyse des menschlichen Genoms, also des genetischen Bauplans jedes Menschen, lassen sich seltene Erbkrankheiten diagnostizieren, aber auch Mutationen erkennen, die etwa zu Krebs führen können. Gleichzeitig kann die Analyse dieser Daten gezielt eingesetzt werden, um personalisierte Therapien zu entwickeln. Denn Medikamente wirken bei verschiedenen Menschen unterschiedlich gut. Warum das so ist, war lange Zeit praktisch unmöglich herauszufinden.

Dass bei diesen Sequenzierungen für jede Patientin und jeden Patienten enorme Datenmengen anfallen, die möglichst schnell systematisch durchforstet und interpretiert werden müssen, liegt auf der Hand. Damit die Technologie nicht nur in der Grundlagenforschung bahnbrechende Fortschritte ermöglicht, sondern auch in der breiten Masse Anwendung findet, ist der Einsatz von KI in diesem Bereich laut Hengstschläger unerlässlich. Denn sie kann größere Mengen an Daten schneller und kostengünstiger analysieren.

"Während KI in der Forschung schon Fuß ge

#genetik

📌 Kaynak

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