Neben G7 existieren noch G2, E3, E5, P5 – aber wer hat das letzte Sagen?
Laut deutscher Bundesregierung "entwickeln sich die G7 weiter". Innerhalb der Gruppe soll es einen Kern von fünf Staaten (G5) geben. Trump denkt indes an ein G2-Format mit China
Laut deutscher Bundesregierung "entwickeln sich die G7 weiter". Innerhalb der Gruppe soll es einen Kern von fünf Staaten (G5) geben. Trump denkt indes an ein G2-Format mit China
Evian-les-Bains – Seit 1975 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten westlichen Industriestaaten einmal im Jahr zu vertraulichen G7-Abstimmungen. Zu den G7 gehören historisch die USA, Großbritannien, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.
Der Gipfel im französischen Évian zeigt, dass die internationalen Beziehungen in Bewegung sind. Dazu gehören auch kleine Symbole: Dieses Mal sind nicht nur die Lebenspartner und -partnerinnen der G7-Politiker eingeladen. Die ebenfalls anwesenden Länder Kenia, Brasilien und Südkorea werden durch diese Einladung, die eigentlich nur den ständigen Mitgliedern vorbehalten ist, aufgewertet. "Die G7 entwickeln sich weiter", hieß es in der deutschen Bundesregierung. Denn eingeübte Formate passen immer weniger in die heutige Zeit – egal ob in Europa oder der Welt.
So macht US-Präsident Donald Trump normalerweise wenig Hehl daraus, dass er eigentlich nur noch an ein G2-Format – also die USA und China – denkt. Gegenüber den Europäern hat er eine Haltung entwickelt, die im Ukraine-Krieg dazu führt, dass er in Washington schon einmal eine Abordnung von sieben Europäern auf einmal empfing – "die sieben Zwerge", wie damals auch unter Diplomaten gewitzelt wurde. Auch wenn Trump in Évian nach seinem Iran-Deal gut gelaunt auftrat: EU-Diplomaten sehen in der G7-Gruppe mittlerweile einen harten Kern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada (G5). Dazu kommen das ebenfalls multilateral denkende Japan und die meist unilateral handelnden USA unter Trumps "America first"-Ideologie.
Zugleich ist das wirtschaftliche Gewicht der G7 gesunken. Machten sie 1975 noch 44 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus, liegt der Anteil jetzt bei 29 Prozent. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat als Gastgeber deshalb auch Brasilien, Indien, Kenia sowie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und die Ukraine eingeladen. Zudem hatte er vor dem Gipfel noch eine Videokonferenz einiger G7-Partner mit China organisiert. Denn die G7 alleine haben nicht mehr genug Gewicht.
Besonders stark zeigt sich die versuchte Anpassung an neue Realitäten auch innerhalb Europas. Die EU aus mittlerweile 27 Staaten ist der Kern. Aber gerade unter Deutschlands Kanzler Friedrich Merz hat sich das E3-Format (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) herausgebildet. Entscheidende außenpolitische Themen bespricht er vorrangig mit Macron
📌 Kaynak
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