USA: Der erste Zinsentscheid ist für Warsh leichter geworden

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USA: Der erste Zinsentscheid ist für Warsh leichter geworden

Der von Trump ernannte neue Fed-Chef Kevin Warsh steht vor seiner ersten Zinsentscheidung. Fallende Ölpreise verschaffen ihm Luft. Langfristig hofft er auf positive Effekte durch KI-Einsatz. Von Angela Göpfert. [ mehr ]

Der von Trump ernannte neue Fed-Chef Kevin Warsh steht vor seiner ersten Zinsentscheidung. Fallende Ölpreise verschaffen ihm Luft. Langfristig hofft er auf positive Effekte durch KI-Einsatz.

Die US-Notenbank Fed entscheidet heute zum vierten Mal in diesem Jahr über die Zinsen - und erstmals unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh. An den Märkten wird weiterhin fest damit gerechnet, dass der Leitzins unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent bleibt. Allerdings findet die Sitzung unter völlig anderen Vorzeichen statt als noch vor wenigen Tagen.

Das geplante Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran hat die Ölpreise fallen lassen und die Renditen am US-Anleihemarkt gedrückt. Die Sorgen vor einem weiteren Inflationsschub sind zurückgegangen.

Damit hat Donald Trump nach Einschätzung von Stephan Kemper, Chefinvestmentstratege von BNP Paribas Wealth Management, dem neuen Fed-Chef ein Antrittsgeschenk gemacht: "Ich glaube schon, dass es das Leben von Kevin Warsh einfacher gemacht hat", sagte Kemper im Gespräch mit der ARD-Finanzredaktion.

Allerdings steckt Warsh weiterhin in einer geldpolitischen Zwickmühle. Die US-Wirtschaft wächst robust, zugleich sind die Verbraucherpreise im Mai um 4,2 Prozent gestiegen - und damit so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Beides würde grundsätzlich eher für höhere Zinsen sprechen.

Gleichzeitig drängt Präsident Trump auf eine Lockerung der Geldpolitik. "Das war seinem Verständnis nach die Absprache, die er mit Kevin Warsh hat", sagte Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management, der ARD-Finanzredaktion. "Hier die richtige Geldpolitik zu finden, dürfte in diesem Jahr ein politisches Minenfeld werden."

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Warsh selbst setzt unterdessen auf eine stark steigende Produktivität durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Sein Kalkül: Diese höhere Produktivität könnte langfristig deflationär wirken und den Preisdruck dämpfen.

"Wir müssen uns jetzt keine Sorgen machen über Inflation, weil sowieso Deflation kommen wird durch den Einsatz von KI", beschreibt Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, diese Argumentation. "Das ist natürlich eine gefährliche Sache, falls es dann doch nicht so kommt."

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Hinzu kommt nun die Hoffnung auf sinkende Energiepreise: Warsh könnte daher in der Fed argumentieren, dass der Höhepunkt des Ölpreisschocks überschritten sei und die Notenbank durch den kurzfristigen

#war

📌 Kaynak

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