Inflation bei 3,7 Prozent: Wegen der Teuerung wird der Gürtel im Urlaub enger geschnallt
Die hohe Inflation führt zu Einsparungen bei den Reisebudgets, im Sommer wird heuer kürzer und günstiger geurlaubt. Ziele in Österreich und der EU sind gefragt. Fast jede fünfte Person kann sich heuer gar keine Reise leisten
Die hohe Inflation führt zu Einsparungen bei den Reisebudgets, im Sommer wird heuer kürzer und günstiger geurlaubt. Ziele in Österreich und der EU sind gefragt. Fast jede fünfte Person kann sich heuer gar keine Reise leisten
Auch im Frühjahr hat die deutlich erhöhte Inflation Österreich mit durchschnittlichen Preiszuwächsen um 3,7 Prozent fest im Griff. Es sind vor allem die Auswirkungen des Kriegs in Nahost, die hierzulande die Teuerung anfachen. Auch wenn sich eine Beilegung des Konflikts abzeichnet und ein Fass des Nordseeöls Brent derzeit so wenig kostet wie seit Anfang März nicht mehr, also unmittelbar nach Kriegsbeginn – im Mai war davon noch nicht viel zu merken. Vielmehr ist die Inflation um 0,3 Prozentpunkte höher ausgefallen als im Monat zuvor mit 3,4 Prozent. "Vor allem Preissprünge bei Flügen waren für die Erhöhung der Inflationsrate verantwortlich", sagt Manuela Lenk, Generaldirektorin von Statistik Austria. "Damit vergrößerte der Dienstleistungsbereich seinen Anteil als bedeutendster Preistreiber weiter."
Im Bereich der Dienstleistungen sind es vor allem die Gastronomie und die Hotellerie, die mit Preiszuwächsen um rund fünf Prozent verglichen mit dem Vorjahr hervorstechen. Dennoch sollte bei den Betrieben der Branche im Sommer, besonders in Tourismusregionen, die Nachfrage voraussichtlich stimmen. Denn Fernreisen sind heuer out, vielmehr zieht es Erholung suchende Menschen zu näher gelegenen Destinationen in Europa, auch in Österreich. Zu diesem Ergebnis kommen zwei voneinander unabhängige Befragungen des Beratungsunternehmens Deloitte sowie des Instituts für Handel, Absatz und Marketing der Johannes Kepler Universität Linz. Ausschlaggebend für diese Verschiebung sind allen voran zwei Gründe: der Iran-Konflikt und die hohe Inflation.
Trotz Teuerung, wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Spannungen wollen Deloitte zufolge sieben von zehn Österreicherinnen und Österreicher heuer im Sommer verreisen. "Gleichzeitig wird deutlich, dass die Teuerung Spuren hinterlassen hat", sagt Orsolya Hegedüs, Partnerin der Beratungsfirma. "Das durchschnittliche Reisebudget liegt heuer bei rund 1300 Euro pro Person und damit um 200 Euro unter dem Vorjahreswert." Gezielte Einsparungen seien demnach geplant, jede fünfte Person wolle vor Ort den Gürtel finanziell enger schnallen. "Andere achten verstärkt auf Rabatte und Sonderangebote, wählen günstigere Reiseziele oder verkürzen ihren Aufenthalt", ergänzt Hegedüs. Demnach planen 37 Prozent, den Sommerurlaub in Österreich zu verbringen.
Mehr als die Hälfte der Menschen verwendet Deloitte zufolge da
📌 Kaynak
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