Irankrieg: Zwei Lager, ein Ziel: der Krieg darf noch nicht vorbei sein
Ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA könnte den Krieg beenden. Doch ausgerechnet Kräfte, die einander feindlich gegenüberstehen, arbeiten dagegen.
Der mögliche Frieden zwischen dem Iran, den USA und Israel stößt auf Widerstand: Hardliner im Iran sehen ein Abkommen als Demütigung und Niederlage. Die Straße von Hormus wird als Druckmittel betrachtet, das nicht aufgegeben werden darf. Auch die radikale Opposition und die israelische Regierung arbeiten gegen das Abkommen aus unterschiedlichen Motiven. Während die Hardliner eine Siegererzählung fordern, fürchten die Gegner im Regime und die radikale Opposition um die revolutionäre Identität und das Überleben der Islamischen Republik. Israel betrachtet den Iran vor allem als sicherheitspolitische Bedrohung und sieht in einem Abkommen eine Atempause für den Gegner. Letztendlich streben alle drei Kräfte an, den Konflikt offen zu halten, sei es aus politischen, ideologischen oder sicherheitspolitischen Gründen.
Der mögliche Frieden zwischen dem Iran, den USA und Israel hat Gegner: diejenigen, die dem Regime anhängen. »Was ist mit dem Blut unseres Führers?«, rufen sie derzeit auf den Straßen Teherans und anderer iranischer Großstädte. Sie werfen den iranischen Unterhändlern vor, über das Vermächtnis des von den USA getöteten Ajatollah Ali Chamenei hinweg zu verhandeln. Die iranischen Verhandler seien Verräter.
Noch ist über das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA nicht viel bekannt. Neben dieser Fraktion gibt es trotzdem weitere Kräfte, die bereits dagegen arbeiten. Sie haben keine gemeinsame Strategie, kein gemeinsames Ziel. Aber es gibt Kräfte im Iran, die verhindern wollen, dass dieser Konflikt politisch gelöst wird.
📌 Kaynak
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