Ravensburger und Steiff: Ravensburger übernimmt Mehrheit bei Plüschtierfirma Steiff

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Ravensburger und Steiff: Ravensburger übernimmt Mehrheit bei Plüschtierfirma Steiff

Ravensburger und Steiff – Tradition trifft auf Tradition in Baden-Württemberg. Der Spielehersteller erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der Plüschtierfirma.

Ravensburger übernimmt Mehrheitsbeteiligung an Steiff, bleiben aber eigenständig. Ravensburger-Chef Maier lobt emotionale Stärke der Plüschtiermarke. Steiff will Tradition mit neuen Impulsen verbinden, Ravensburger für langfristige Perspektive. Ravensburger mit Rekordumsatz, will an Strukturen und Kosten arbeiten. Steiff hatte 2023 Umsatz von 94 Millionen Euro, will mit Ravensburger international expandieren.

Der Spielehersteller Ravensburger erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der Plüschtierfirma Steiff. Das teilten die beiden Unternehmen, die beide in Baden-Württemberg ihren Sitz haben, gemeinsam mit. Die Erben der Firmengründerin Margarete Steiff bleiben demnach aber wesentlich am Unternehmen beteiligt. Zudem soll Steiff weiterhin eigenständig geführt werden. In welcher Höhe sich Ravensburger genau beteiligt, blieb ebenso offen wie der Kaufpreis. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.

Durch den Schritt sind zwei der bekanntesten deutschen Spielzeugmarken künftig eng verflochten. Ravensburger ist besonders für Gesellschaftsspiele, Puzzles und Sammelkarten bekannt. Klassiker sind etwa Fang den Hut oder Das verrückte Labyrinth. Doch auch moderne Spiele wie das Lernsystem Tiptoi sind sehr erfolgreich. Die Marke Steiff ist mehr als 140 Jahre alt und gilt als Erfinder des Teddybären.

Ravensburger-Chef Clemens Maier begründete den Schritt mit der emotionalen Stärke der Plüschtiermarke. »Unser Firmengründer Otto Maier war inspiriert von der Vorstellung, Spielzeug für Hirn, Hand und Herz zu entwickeln«, sagte Maier. »Steiff steht dabei in besonderer Weise für das Herz.« Steiff-Produkte seien seit Generationen für viele Menschen Teil ihrer Kindheit.

Mit dem Verkauf will die Familie Steiff die Weichen für eine langfristige Perspektive des Traditionsunternehmens stellen. »Für uns war entscheidend, Steiff in verantwortungsvolle, unternehmerische Hände zu geben, die die Marke, die Werte und Geschichte verstehen und respektieren«, teilte der Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft, Frederik Reimann, mit. Ravensburger stehe wie kaum ein anderes Unternehmen für genau diese Haltung. Steiff-Chef Frank Rheinboldt sagte, die Partnerschaft schaffe den Rahmen dafür, die Marke »langfristig weiterzuentwickeln, internationale Potenziale gezielt zu nutzen und Tradition mit neuen Impulsen für die Zukunft zu verbinden«.

2024 hatte Ravensburger einen Rekordumsatz von 790 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz auf 742 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen sprach von steigendem Kostendruck und teilte mit, an St

📌 Kaynak

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