Nach Sanierung weiter Verspätungen auf Bahnstrecke Berlin-Hamburg

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Nach Sanierung weiter Verspätungen auf Bahnstrecke Berlin-Hamburg

Mehr als zehn Monate lang war die Strecke zwischen Berlin und Hamburg gesperrt: Gleise, Bahnhöfe und Technik wurden erneuert. Nun rollt der Verkehr wieder. Doch längst nicht alles funktioniert reibungslos. Von Ole Hilgert. [ mehr ]

Mehr als zehn Monate lang war die Strecke zwischen Berlin und Hamburg gesperrt: Gleise, Bahnhöfe und Technik wurden erneuert. Nun rollt der Verkehr wieder. Doch längst nicht alles funktioniert reibungslos.

Dichtes Gedränge auf dem Bahnhof von Falkensee in Brandenburg. Es ist Montagmorgen kurz nach sieben Uhr. Gleich soll der Regionalexpress nach Berlin kommen. Die Fahrt bis zum Hauptbahnhof dauert nur rund 20 Minuten. Doch monatelang war das nicht möglich. Seit vergangenem Sommer war Falkensee vom Netz abgekoppelt. Tausende Pendler mussten auf Schienenersatzbusse oder das Auto umsteigen.

Zur Wiedereröffnung ist nun auch Heiko Richter gekommen, parteiloser Bürgermeister von Falkensee. Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung verteilt er Süßigkeiten und Kaffee, als Dankeschön für die Geduld der Menschen, wie er sagt. Richter ist froh, dass die meisten wieder auf den Zug umgestiegen sind. "Sie haben sich nicht abschrecken lassen. Das zeugt ja trotz allem vom Vertrauen in die Bahn", so der Bürgermeister.

Während sich wie in Falkensee der Regionalverkehr entlang der Strecke wieder einpendelt, sind die Nachwirkungen der Bauarbeiten im Fernverkehr wohl noch länger spürbar. Laut DB-Fahrplanauskunft hatten am Montag, Dienstag und Mittwoch fast alle ICEs zwischen Berlin und Hamburg in beiden Richtungen eine Verspätung von meist zehn bis 15 Minuten.

Hinzu kommt eine Viertelstunde Verspätung für alle Fernzüge, die bereits vorsorglich bis 30. Juni im Fahrplan hinterlegt worden war. Statt planmäßig eine Stunde 45 Minuten beträgt die Reisezeit somit vorübergehend etwa 30 Minuten länger.

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Als Grund nennt die Deutsche Bahn "Anlaufschwierigkeiten". Zum einen seien noch sogenannte Belastungsfahrten nötig gewesen. Dabei sind schwere Güterzüge auf den Gleisen unterwegs. Damit sollen die Schottersteine im Gleisbett gefestigt werden. Auf einem Teil des Korridors durften Züge deshalb zunächst nur langsamer fahren. Die Belastungsfahrten seien am frühen Montagmorgen beendet worden, heißt es von der Bahn.

Zum anderen ist laut Konzern das neue Zugsicherungssystem noch nicht voll funktionsfähig. Prüfer müssten die neue Signal- und Stellwerkstechnik zwischen Hagenow Land und Berlin-Spandau noch final abnehmen. Bis dahin ist für Fernverkehrszüge auf dem betroffenen Abschnitt ebenfalls die Höchstgeschwindigkeit reduziert. Bis Ende Juni sollen die Prüfarbeiten abgeschlossen sein, heißt es.

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