Trinkpausen - Kontroverse bei WM, kein Thema für die Bundesliga
Die beiden Trinkpausen in jedem WM-Spiel sorgen für Kontroversen - für die Bundesliga und die Champions League sind generelle Trinkpausen aktuell kein Thema.[ mehr ]
Die beiden obligatorischen Trinkpausen in jedem WM-Spiel sorgen für Kontroversen - es geht um die Kultur der Sportart Fußball, die Auswirkungen auf das Spiel und natürlich um Geld. Für die Bundesliga und die Champions League sind die generellen Trinkpausen aktuell kein Thema.
In der Saison 2026/27 der Bundesliga und der 2. Bundesliga ist ein Vorgehen wie bei der WM 2026 nicht vorgesehen. Die Trinkpausen sind im Regelwerk weiterhin keine Pflicht, aber bei Bedarf schon länger möglich. "Über Trinkpausen wird weiterhin je nach Wetterlage situativ entschieden", teilte die DFL auf Anfrage der Sportschau mit. Bei großer Hitze können die Schiris in Deutschland reagieren und den Mannschaften solche Pausen ermöglichen. Eine generelle Ansetzung der Trinkpausen wie bei der WM soll es aber nicht geben.
Die UEFA teilte auf Anfrage der Sportschau mit, dass ihr Vorgehen bei Trinkpausen im Europapokal ähnlich dem der Bundesliga sei. Bei Temperaturen ab 35 Grad oder wenn der Hitzeindex WBGT den Wert von 32 überschreitet, sollen die Pausen genutzt werden, heißt es in den medizinischen Vorschriften der UEFA. Bei geringeren Werten kann der Schiri Trinkpausen erlauben, wenn er das für angebracht hält. So ging beispielsweise DFB-Schiedsrichter Daniel Siebert beim Champions-League-Finale in Budapest vor.
Generelle Trinkpausen in jedem Spiel soll es aber auch bei der UEFA künftig nicht geben, die gegenüber der Sportschau betonte: "Die UEFA plant nicht, diese Regularien für die kommenden Wettbewerbe zu verändern. Das schließt die Champions League und die EM 2028 ein."
Was aus dieser Haltung von DFL und UEFA langfristig wird, ist natürlich ungewiss. Dabei geht es nicht nur um mögliche neue Einnahmen. Denn der Ablauf der Spiele auf höchstem Niveau wäre mit einem unterschiedlichen Vorgehen auf Dauer weniger vergleichbar.
Arsenals Trainer Mikel Arteta mit seinen Spielern bei einer Trinkpause im Champions-League-Finale
Die FIFA stand im Rahmen der Klub-WM 2025 wegen der teils großen Hitze in der Kritik. Spielergewerkschaften warfen dem Weltverband vor, das Wohlergehen der Spieler zu riskieren. Die FIFA reagierte und kündigte vor der WM an, bei jeder Partie in jeder Spielhälfte nach etwa 22 Minuten eine dreiminütige Trinkpause abzuhalten. Dabei ist egal, wie das Wetter oder die Temperaturen sind und ob ein Stadiondach geschlossen ist. So sollen "für die Teams in sämtlichen Spielen gleiche Bedingungen gelten", teilte die FIFA zur Begründung mit.
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📌 Kaynak
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