Restitution: Deutschland gibt NS-Raubgüter an Polen zurück
Das NS-Regime hat Kunst- und Kulturgegenstände aus Polen gestohlen, darunter ein Manuskript aus dem Mittelalter. Deutschland gibt sie jetzt an das Nachbarland zurück.
Deutschland gibt geraubte Kulturartefakte an Polen zurück, darunter ein Ring aus dem 16. Jahrhundert und eine mittelalterliche Handschrift. Die Rückgabe wird als Ausdruck von Respekt und Verantwortung gewertet. Die Handschrift enthält Teile der polnischen Hymne und war auf unbekanntem Weg in Berlin gelandet. Eine wichtige Geste der Anerkennung historischen Unrechts, die die Partnerschaft beider Länder stärkt.
Deutschland hat verschiedene Kulturartefakte an Polen zurückgegeben, die die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg geraubt haben. »Die Rückgabe ist Ausdruck von gegenseitigem Respekt, bleibender deutscher Verantwortung und unserer vertrauensvollen Partnerschaft«, teilte Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sprach von einer wichtigen Geste der Anerkennung historischen Unrechts.
Unter den Gegenständen befinden sich ein Ring aus dem 16. Jahrhundert, Eisenbahn-Miniaturen und eine mittelalterliche Handschrift. Die aus sechs Pergamentblättern bestehende Handschrift enthält einen Teil des Textes der polnischen Hymne »Gaude Mater Polonia«. Das Heft sei auf bisher unbekannten Weg in die Staatsbibliothek zu Berlin gelangt, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit.
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