WM 2026: Thomas Tuchel bei England - als Nobody's Darling zum Titel
Thomas Tuchel soll England den ersten WM-Titel seit 1966 holen. Seine Vita und Ergebnisse machen Hoffnung, große Liebe auf der Insel entfacht der Trainer aber nicht. Wie so häufig.[ mehr ]
Thomas Tuchel soll England den ersten WM-Titel seit 1966 holen. Seine Vita und Ergebnisse machen Hoffnung, große Liebe auf der Insel entfacht der Trainer aber nicht. Wie so häufig.
Es gibt nur ganz wenige Trainer, die so viele Erfolge mit so vielen Vereinen vorzuweisen haben wie Thomas Tuchel. Er gewann mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal, gewann mit Paris St. Germain das Double und schaffte es ins Champions-League-Finale. Das gewann er 2021 mit dem FC Chelsea, mit dem FC Bayern München wurde er immerhin Meister.
Trotzdem hat Tuchel bei keinem dieser Vereine die Liebe erhalten, die andere Coaches bei solchen Erfolgen erlebt hätten. Ob während seiner Amtszeit oder im Nachgang, aus allen vier Klubs gab es massive Kritik am heute 52-Jährigen. Und jedes Mal ging es darum, kaum Kompromisse zu akzeptieren und sich schließlich mit seinen Vorgesetzten zu zerstreiten. Diplomatie ist nicht Tuchels Stärke, so hat er ziemlich viel verbrannte Erde hinterlassen - aber nicht sportlich.
Vielleicht war auch das ein Grund dafür, warum ihn die Aufgabe, die englische Nationalmannschaft zu übernehmen, so gereizt hat. Und vielleicht war das auch ein Grund dafür, warum der englische Verband ihn wollte. Tuchel muss mit niemandem über Transfers streiten, er stellt sich sein Team selbst zusammen, zieht sportlich sein Ding durch und hat deutlich mehr Entscheidungshoheit als als Klub-Trainer. Und in Sachen Entscheidungen liegt Tuchel einfach oft richtig, sonst hätte er nicht diese Erfolge.
Das setzt sich auch in England fort, von den 14 Spielen unter ihm haben die "Three Lions" elf gewonnen, es gab nur zwei Niederlagen in Testspielen, in der WM-Qualifikation ausschließlich Siege. Und doch ist auf der Insel alles andere als eine Tuchel-Euphorie ausgebrochen. Gleich zu Beginn gab es Kritik daran, dass zu unspektakulär gewonnen wurde, noch viel intensiver wird aber diskutiert - und vor allem geschimpft -, wenn "der Professor" zur Kader-Nominierung schreitet.
So war der Aufschrei rund um seine 26 WM-Spieler riesig, weil Profis nicht dabei waren, die in England einen riesigen Namen haben. Dazu zählen Phil Foden (Manchester City), Cole Palmer (Chelsea) und Trent Alexander-Arnold (Real Madrid), die bei der Mehrzahl der "57 Millionen Bundestrainer" in England ganz sicher dabei gewesen wären. Tuchel baute aber keine Truppe für die Konsole mit den besten Einzelspielern, sondern er braucht ein Team, das funktioniert.
Phil Foden (l.) und Cole Palmer spielten mit England 2024 noch im EM-Finale.
Und überhaupt stellt sich in dieser speziellen Konstellation die Frage: Kann ein Trainer der e
📌 Kaynak
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