Bundesheer stellt zwei neue Batterien zur Drohnenabwehr auf
Sechs wichtige Objekte werden geschützt. Auch auf der mittleren Distanz wird aufgerüstet. Eine Lücke bleibt bei der Luftverteidigung auf große Distanzen
Sechs wichtige Objekte werden geschützt. Auch auf der mittleren Distanz wird aufgerüstet. Eine Lücke bleibt bei der Luftverteidigung auf große Distanzen
Wie wehrt sich Österreich künftig gegen Bedrohungen aus der Luft? Der Landesverteidigungsbericht zeigt im Detail, wie das Bundesheer in den kommenden Jahren aufrüsten will – und wo es noch Lücken gibt.
Das übergeordnete Ziel der milliardenschweren Pläne ist es, die Bevölkerung, kritische Infrastruktur und Großveranstaltungen künftig wirksam vor modernen Bedrohungen – wie etwa Drohnenangriffen – zu schützen.
Die brisanten Informationen aus dem aktuellen Landesverteidigungsbericht wurden dabei zuerst von Bundesheersprecher Michael Bauer auf der Plattform Bluesky geteilt.
Um auf die neuen Gefahren des modernen Krieges zu reagieren, rüstet das Militär im Bereich der Drohnenabwehr auf. Künftig sollen alle Truppen mit Systemen zur Abwehr kleiner Drohnen (Klasse 1) ausgestattet werden.
Zusätzlich plant das Heer den Aufbau von Drohnenabwehrbatterien in Zeltweg und beim Flugabwehrbattaillon 8 in Salzburg. Diese sollen anfliegende Drohnen auf bis zu fünf Kilometer Entfernung unschädlich machen und sechs wichtige Objekte schützen. Im Fachjargon ist dabei von VSHORAD (für Very Short-Range Air Defence, also Flugabwehr im unmittelbaren Nahbereich) die Rede.
Mehr als 2,5 Milliarden Euro sind für den Kauf von mittleren Flugabwehrlenkwaffen eingeplant. Diese Systeme können Ziele in bis zu 50 Kilometern Entfernung treffen. Auch diese neuen Abwehrwaffen sollen bei bestehenden Verbänden in Zeltweg und Salzburg stationiert werden. Die Entscheidung, welches Waffensystem genau gekauft wird, soll bis Ende 2026 fallen.
Neben dem Kauf neuer Raketen werden auch bestehende Waffen aufgewertet: Für rund 700 Millionen Euro lässt das Heer 28 Fliegerabwehrkanonen samt Radaranlagen runderneuern. Durch den Einsatz von moderner programmierbarer 30-mm-Munition sollen diese Geschütze künftig auch winzige Ziele wie Drohnen verlässlich vom Himmel holen. Die ersten modernisierten Kanonen werden ab dem Jahr 2026 beim Heer erwartet.
Damit die Soldatinnen und Soldaten auch bei Verlegungen und Einsätzen im freien Gelände sicher sind, bekommt das Heer 36 mobile Flugabwehrpanzer. Dafür wird auf gepanzerten Radfahrzeugen vom Typ Pandur das moderne Abwehrsystem Skyranger montiert. Diese Fahrzeuge können sowohl herkömmliche Munition als auch Lenkraketen vom Typ Mistral abfeuern, um die Truppe zu verteidigen. Aufgeteilt werden die Panzer auf vier Standorte in den Bundesländern: Eisenstadt, Freistadt, Klagenfurt und Landeck in Tirol. Die ersten Fa
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