Was steckt hinter den russischen Warnschüssen im Ärmelkanal?

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Was steckt hinter den russischen Warnschüssen im Ärmelkanal?

Ein russisches Kriegsschiff gibt im Ärmelkanal Warnschüsse ab - angeblich, weil eine Jacht auf Kollisionskurs war. Die Segler beschreiben den Fall anders. In Großbritannien wird der Fall breit diskutiert. Von Christoph Prössl, ARD London [ mehr ]

Ein russisches Kriegsschiff gibt im Ärmelkanal Warnschüsse ab - angeblich, weil eine Jacht auf Kollisionskurs war. Die Segler beschreiben den Fall anders. In Großbritannien wird der Fall breit diskutiert.

Jane und Alan Kelvey waren am Dienstag südlich der Isle of Wight mit ihrer Segel-Jacht unterwegs - auf Kurs in Richtung Cherbourg in Frankreich. Etwa 30 Kilometer von der Südküste Englands entfernt kam die Jacht dann in die Nähe eines russisches Kriegsschiffs in internationalem Gewässer. Die Admiral Grigorovich ist eine moderne Fregatte.

Die Jacht näherte sich, so heißt es in einer Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums, auf etwa 500 Meter. Dann soll das russische Schiff Warnsignale abgegeben haben. Später dann Warnschüsse. Der Vorfall sorgt für große Aufmerksamkeit. Hat der russische Kapitän überreagiert? Hat er möglicherweise sogar eine Kollision verhindert? Oder sollte das russische Vorgehen ein Zeichen der Stärke sein?

Jane und Alan Kelvey gaben gestern der BBC ein Interview. "Die haben uns nicht angefunkt. Wir waren auch nicht auf einem Kollisionskurs. Wir wären an denen vorbei gefahren. Für uns war das kein Vorfall, bis sie die Warnschüsse abgegeben haben", sagte Jane Kelvey.

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Der Vorfall beschäftigt längst die Politik. Die Berichterstattung heute ist breit, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Briten gerade erst einen Tanker der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal konfisziert haben. Das Schiff transportierte offenbar sanktioniertes Öl.

Premier Keir Starmer sagte zu dem jüngsten Vorfall: "Das ist wirklich beunruhigend. Und fahrlässig. Die Einschätzung des Verteidigungsministeriums ist, dass das russische Schiff dahin trieb ohne Motorkraft, was problematisch ist. Aber so sieht es aus, eher keine feindliche Aktion. Aber natürlich ist das beunruhigend. Und natürlich fühle ich mit dem Ehepaar von der Jacht, die erschrocken sein müssen."

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Die BBC befragte auch den ehemaligen Verteidigungsminister Ben Wallace von den Konservativen. Er selbst ist Segler und kennt den Ärmelkanal gut. Er argumentiert, dass der Ärmelkanal eine eng befahrene Wasserstraße sei. Da auf 450 bis 500 Meter aneinander heranzufahren, sei nichts ungewöhnliches.

Er interpretiert die Warnschüsse so: "Da sehen wir Russlands Verzweiflung. Sie verlieren in der Ukraine und die Wirtschaft schwächelt. Und natürlich sind die verärgert, weil wir einen Tanker de

#war

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