Raketenstart in Französisch-Guayana: Ariane 6-Rakete fliegt mit stärkerem Antrieb ins All

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Raketenstart in Französisch-Guayana: Ariane 6-Rakete fliegt mit stärkerem Antrieb ins All

Die europäische Rakete Ariane 6 ist mit neuen und stärkeren Boostern in Richtung Weltraum geflogen. An ihrem Bau waren 13 Länder beteiligt.

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 startete mit neuen Boostern in den Weltraum, um 36 Satelliten für Amazon zu befördern. Mit günstigeren Kosten und anpassbaren Missionen soll sie Europa unabhängiger von den USA und Russland machen. Deutschland ist maßgeblich an der Finanzierung beteiligt und spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Rakete. Die Ariane 6 ist leistungsstärker als ihr Vorgänger und soll Europas Position in der Raumfahrt stärken. Bereits im Februar startete eine Ariane-6-Rakete mit Satelliten für Amazon, als Vorbereitung für das EU-Projekt Iris².

Mit neuen und leistungsstärkeren Boostern ist die europäische Trägerrakete Ariane 6 in Richtung Weltraum gestartet. Sie hob am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab. An Bord hat die Rakete, an deren Bau 13 Länder beteiligt waren, 36 Satelliten für Amazon.

Sie folgt auf die Ariane 5, diese war von 1996 bis 2023 im Einsatz. Erstmals war sie im Sommer 2024 abgehoben. Die Rakete soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern. Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) ist sie deutlich günstiger als ihre Vorgängerin.

Die Rakete kann an die Missionen angepasst werden. Wahlweise kann sie dafür mit zwei oder mit vier Feststoffboostern ausgestattet werden. Bisher war sie mit P120C-Boostern geflogen, nun startete sie mit den stärkeren P160C-Modellen.

Der P160C-Antrieb kann mehr Festtreibstoff transportieren. Dadurch wird die Ariane 6 leistungsfähiger. Die Oberstufe, das oberste Teil der Rakete, wurde in Bremen montiert. Die Tanks für die Oberstufe und Teile des Triebwerks kommen aus Augsburg beziehungsweise Ottobrunn. Das Vinci-Triebwerk wurde in Lampoldshausen, in Baden-Württemberg, getestet. Deutschland ist der zweitwichtigste Geldgeber unter den Esa-Ländern und übernahm etwa 20 Prozent der Kosten von rund vier Milliarden Euro. Den größten Teil finanzierte Frankreich.

Die Trägerrakete soll Europa helfen, in der Raumfahrt in Zukunft unabhängiger von den USA und Russland zu werden. Schon im Februar war eine Ariane-6-Rakete mit 32 Satelliten des US-Konzerns Amazon an Bord gestartet. Diese waren für das Internetnetzwerk Amazon Leo gedacht.

Der Chef von Arianespace, David Cavaillolès, hatte damals mitgeteilt, dass die Einsätze für das US-Unternehmen eine Art Training für das von der EU geförderte Satellitennetz Iris² seien. Dieses soll von 2029 an aufgebaut werden.

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📌 Kaynak

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