14-Jährige wegen Friedhofs-Mord mit 82 Stichen verurteilt

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14-Jährige wegen Friedhofs-Mord mit 82 Stichen verurteilt

Bereits im Vorfeld hatte eine Jugendliche mit Freundinnen darüber gesprochen, jemanden töten zu wollen. Nach Tablettenkonsum machte sie es am 23. Februar

Bereits im Vorfeld hatte eine Jugendliche mit Freundinnen darüber gesprochen, jemanden töten zu wollen. Nach Tablettenkonsum machte sie es am 23. Februar

Als Gerichtsmediziner Christoph Reisinger beginnt, die Verletzungen durch die 82 Stich- und Schnittwunden genauer zu beschreiben, die das 64-jährige Opfer am Nachmittag des 23. Februars erlitten hat, springt plötzlich einer der Hauptschöffen wortlos auf und eilt ins Beratungszimmer. Kurz herrscht Ratlosigkeit auf der Richterbank, bis erst Beisitzer Daniel Rechenmacher und dann auch Vorsitzende Klara Holzhammer nachschauen gehen. Als das Trio wieder Platz nimmt, verkündet Holzhammer, dass der Laienrichter aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt entbunden wird – er hat die grässlichen Details über den Mord im Baumgartner Friedhof nicht ertragen.

Nicht nur die ungewöhnliche Gewalttätigkeit macht diesen Mordprozess besonders, sondern auch die Angeklagte: S. ist erst 14 Jahre alt und sie hat ihr Verbrechen im Vorfeld sogar angekündigt. Zweimal beantragen ihre Verteidigerinnen Dominique Perl und Astrid Wagner den Ausschluss der Öffentlichkeit, zweimal wird der Antrag vom Schöffengericht abgelehnt.

Also kann man im dicht gefüllten Saal aus dem Mund der schmächtigen Jugendlichen, die von neun Justizwachebeamten bewacht wird, hören, wie sie zu einer Mörderin wurde. Sie wachte Montagmorgen in ihrer betreuten Wohngemeinschaft in Wien-Penzing auf. "Ich habe eine Anspannung gehabt", sagt die Österreicherin mit monotoner Stimme. "Ich habe im Zimmer auf die Decke geschaut bis zum Mittagessen. Dann war ich wieder im Zimmer. Dann habe ich mein Messer genommen und gedacht, dass ich jemanden umbringen muss."

Die Tatwaffe, ein Klappmesser, hatte sie sich eine Woche davor gekauft. "Ich wollte es auch, um mich selbst zu verletzen", schildert die immer wieder in psychiatrischen Abteilungen stationär aufgenommene 14-Jährige. Sie schrieb mit einer Freundin und erzählte von dem schon früher geäußerten Drang, jemanden zu töten. "Sie hat mich ein bisschen aufgemuntert", behauptet die Angeklagte.

Zunächst fuhr die Teenagerin aber von Penzing nach Wien-Donaustadt, besorgte sich zehn Tabletten mit Benzodiazepin – ein Schlafmittel – und nahm alle auf einmal ein. Sie hatte Erfahrungen damit, bei ihr wirkte der Stoff nicht beruhigend, sondern sie nahm ihn, "um Euphorie zu spüren". Und: "Ich hatte den Mut, den ich ohne nie hatte", berichtet sie von Ladendiebstählen und schweren Selbstverletzungen.

S. fuhr Richtung Penzing, um 14.26 Uhr schrieb sie ihrer Freundin: "Ich mach's". Auf dem Baumgartner Friedhof wartete sie dann auf e

📌 Kaynak

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