Transplantation für Mette-Marit: Wie lange wartet man auf eine Spenderlunge?
Ist eine Transplantation nötig, kommt man in ein entsprechendes Register. Dringliche Fälle werden vorgereiht. Bei einer Lunge müssen zudem Größe und Blutgruppe passen
Ist eine Transplantation nötig, kommt man in ein entsprechendes Register. Dringliche Fälle werden vorgereiht. Bei einer Lunge müssen zudem Größe und Blutgruppe passen
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat eine neue Lunge bekommen und erholt sich derzeit von dem Eingriff. Das teilte das Königshaus am Mittwoch in einer Erklärung mit. Die Operation sei nach bisherigem Stand "erfolgreich verlaufen", erklärt der Herz-Thorax-Chirurg Arnt Fiane vom Nationalkrankenhaus in Oslo. Bei der 52-jährigen Ehefrau von Kronprinz Haakon, dem Thronfolger Norwegens, wurde 2018 eine Lungenfibrose diagnostiziert, eine chronische Erkrankung, die zu Vernarbungen in der Lunge führt und eine verminderte Sauerstoffaufnahme zur Folge hat.
Das Universitätsklinikum Oslo teilte am 5. Juni mit, dass Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden sei, nachdem sich ihr Gesundheitszustand zuletzt erheblich verschlechtert hatte. Demnach wäre ihr ohne Operation wahrscheinlich nur noch ein Jahr zu leben geblieben. Die Kronprinzessin wird nun noch mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben, sagt der Lungenfacharzt Are Holm vom Universitätsklinikum Oslo in einer vom Palast bereitgestellten Erklärung. Erst bei ihrer Entlassung sei das nächste Update zu erwarten.
Die Transplantation passierte nun ziemlich rasch, das ruft auch einige kritische Kommentare auf den Plan. Der STANDARD distanziert sich ausdrücklich von diesen Stimmen. Doch das berechtigte Interesse an diesem lebensrettenden Eingriff ist ein guter Anlass, um darüber aufzuklären.
Organtransplantationen sind mittlerweile schon fast ein Standardeingriff, die Lebenserwartung von Personen mit transplantiertem Organ ist praktisch gleich hoch wie die von Menschen mit dem eigenen Organ, berichtet Christoph Hörmann. Er ist Primar der Anästhesie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum St. Pölten und war bis vor kurzem Präsident der ÖGARI, der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin. Seine Informationen beziehen sich generell auf den Vorgang der Organtransplantation, nicht auf den Fall der norwegischen Kronprinzessin.
Die Organvergabe in Österreich ist international organisiert über das Register der Stiftung Eurotransplant mit Sitz im niederländischen Leiden. Neben Österreich sind Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, die Niederlande, Ungarn und Slowenien Mitglieder der Organisation. Auf zentralen Wartelisten werden alle Personen, die auf ein Organ warten, erfasst. Steht ein Organ zur Verfügung, organisiert die Behörde die Weitergabe. Das läuft nach strengen Krite
📌 Kaynak
Bu haber XML kaynağından derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →