Iran-Krieg drückt Ölvorräte auf tiefsten Stand seit 1990

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Iran-Krieg drückt Ölvorräte auf tiefsten Stand seit 1990

Die Ölvorräte der Industriestaaten sind infolge des Iran-Kriegs auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten gefallen. Gleichzeitig erwartet die Internationalen Energieagentur den stärksten Rückgang der weltweiten Nachfrage seit der Corona-Pandemie.[ mehr ]

Die Ölvorräte der Industriestaaten sind infolge des Iran-Kriegs auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten gefallen. Gleichzeitig erwartet die Internationalen Energieagentur den stärksten Rückgang der weltweiten Nachfrage seit der Corona-Pandemie.

Der Iran-Krieg hat die Ölvorräte in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) massiv schrumpfen lassen - im Mai fielen sie auf den niedrigsten Stand seit 1990. Das geht aus dem Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor.

Bis zum 12. Juni sanken die weltweit erfassten Lagerbestände demnach um 252 Millionen Barrel. Allein aus den Vorräten der OECD-Staaten wurden 163 Millionen Barrel entnommen, um ausgefallene Lieferungen aus der Golfregion auszugleichen. Die Vorräte schrumpften damit nach Angaben der IEA "im Rekordtempo" - obwohl zugleich die weltweite Ölnachfrage deutlich zurückging.

Im Kampf gegen die Energiekrise hatte die Bundesregierung einen Teil ihrer Ölreserven freigegeben. mehr

Ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr hat die Energieagentur derweil erneut reduziert. In diesem Jahr dürfte die Nachfrage wegen der höheren Preise und der teilweise unterbrochenen Lieferketten um durchschnittlich 1,1 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag sinken.

Das wäre ein Rückgang um rund ein Prozent und damit das stärkste Minus seit 2020, als die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft zeitweise lahmgelegt hatte. Die IEA hatte bereits im Mai die Prognose für die Ölnachfrage weltweit auf minus 420.000 Barrel am Tag gesenkt. Zu Beginn des Jahres und damit vor dem Iran-Krieg hatte der Verband noch mit einem Anstieg um 770.000 Barrel pro Tag gerechnet.

Die IEA hat seinen 32 Mitgliedsländern, darunter Deutschland, zur Freigabe von Ölvorräten geraten. mehr

IEA-Chef Fatih Birol hat die Auswirkungen des Iran-Kriegs als "größte Energiekrise" in der Geschichte bezeichnet. Die Agentur mit Sitz in Paris hat die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus den Reserven ihrer 32 Mitgliedsländer koordiniert.

Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen forderte Birol am Dienstag die "bedingungslose" Öffnung der Straße von Hormus. Deren weitgehende Blockade durch den Iran hat den weltweiten Anstieg der Ölpreise ausgelöst.

Die Einigung zwischen Iran und den USA lässt die Ölpreise fallen. Marktteilnehmer bleiben aber skeptisch. mehr

Unterdessen ist die russische Ölförderung im vergangenen Monat wegen verstärkter ukrainischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der IEA zufolge beli

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