"Werden nicht auf Drohnen schießen": Warum Kanzler Stocker sich beim Eurofighter irrt

💰 Ekonomi 📰 Austria 🕐 5 saat önce
"Werden nicht auf Drohnen schießen": Warum Kanzler Stocker sich beim Eurofighter irrt

Der Kampfjet ist auch gegen Drohnen eine gute und notwendige Investition. Doch Luftverteidigung ist komplizierter als man denkt

Der Kampfjet ist auch gegen Drohnen eine gute und notwendige Investition. Doch Luftverteidigung ist komplizierter als man denkt

"Drohnen haben hier vieles verändert. Wir werden mit Abfangjägern nicht auf Drohnen schießen können", sagt Bundeskanzler Christian Stocker. Hat er damit recht? Kann man mit einem Eurofighter wirklich nicht auf Drohnen schießen? Sind Kampfjets im Drohnenkrieg wirklich völlig nutzlos?

Die Antwort auf alle drei Fragen lautet klar: Nein. Tatsächlich haben sich die Bordkanonen von Kampfjets als wirksame Mittel gegen anfliegende Drohnen herausgestellt. Die Ukraine setzt ihre F-16 mit ihren M61 Vulcan-Kanonen erfolgreich gegen Geran-3 (oder Shahed 238) ein. Dabei handelt es sich um jetgetriebene Varianten der Shahed 136.

Die Bordkanone eines Eurofighters hat zwar ein größeres Kaliber als jene der F-16, feuert aber deutlich langsamer. Das ist in der Praxis kein Nachteil: Die Gatling-Kanone der F-16 muss erst elektrisch anlaufen, bis sie ihre Drehzahl erreicht hat. Die BK 27 feuert sofort mit der vollen Geschwindigkeit. Bei den bei Luftkämpfen üblichen kurzen Salven von unter einer Sekunde ist die niedrigere Schusskadenz also kein Nachteil. Oder einfacher formuliert: Die Bordkanone des aktuellen österreichischen Kampfjets ist also ebenfalls durchaus zur Drohnenabwehr geeignet. Das wird auch bei dessen Nachfolger nicht anders sein, egal ob die neuen Kampfjets Gripen, Rafale, F-35 oder wieder Eurofighter Typhoon heißen.

Natürlich ist ein solches Manöver für den Piloten nicht ohne Risiko. Die entstehenden Trümmer könnten vom Triebwerk des Jets angesaugt werden. Auch eine Kollision mit Drohnen in der Luft ist ein denkbares Szenario.

Als ebenso effektiv hat sich der IRIS-T-Lenkflugkörper gegen Drohnen herausgestellt. Diese Rakete wird auch vom österreichischen Bundesheer aktuell als Luft-Luft-Rakete verwendet. Gleichzeitig beschafft Österreich über das "Sky Shield"-Projekt aktuell bodengestützte IRIS-T-Systeme für mittlere und nahe Distanzen.

Das Problem, und das ist wohl, was Stocker meint: Derartige Raketen sind teuer und stehen nur in einer begrenzten Stückzahl zur Verfügung, in Österreich ist die Rede von einer kleinen zweistelligen Stückzahl. Damit wehrt man nicht viele Drohnen ab.

Ist die Beschaffung von neuen Kampfjets also rausgeschmissenes Geld, wo doch Drohnen alles dominieren? Auch hier lautet die Antwort klar: Nein. Experten warnen eindringlich vor zu schnellen Schlüssen aus dem Ukrainekrieg. Auch das österreichische Bundesheer sieht die Luftverteidigung als Gesamtsystem aus unterschiedlichen Bausteinen. Dazu braucht es bod

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📌 Kaynak

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